Projekt "Suppenküche" nimmt Fahrt auf

Verein soll am Montag, 25. April, gegründet werden

Mayen. Es war der 15. September 2015, als der für sein soziales Engagement bekannte Mayener Franz Käs eine Facebook-Gruppe mit dem Namen "Planung und Eröffnung einer Suppenküche für Kinder in Mayen" gründete.

Die Idee, bedürftigen Kindern in seiner Stadt regelmäßige warme Mahlzeiten zu ermöglichen, schwirrte schon länger in seinem Kopf umher. Nachdem er seine Vision per Facebook öffentlich gemacht hatte, meldeten sich zukünftige Mitstreiter an. Inzwischen unterstützen rund 20 Menschen aus Mayen und Umgebung das Unternehmen; fünf, inklusive Franz Käs, bilden ein tatkräftiges »Orga-Team«. Wer glaubt, Suppenküchen seien nur in Großstädten notwendige Einrichtungen, der täuscht gewaltig. Um herauszufinden, ob es auch unter Mayens Nachwuchs an regelmäßigen warmen Mahlzeiten mangelt, führten Franz Käs und seine Mitstreiter, Arne Dybionka, Bernd Rech, Dieter Press und Margret Berendes, zunächst eine anonyme Postkarten - Befragung durch.

Franz Käs hatte mit einer gewissen Resonanz gerechnet. Doch als sich die Antwortkarten kurz darauf in seinem Briefkasten häuften, stand fest, dass die Gründung einer »Suppenküche« für Mayens Kinder längst überfällig war. Die fünf Organisatoren arbeiten seither mit Hochdruck an einer konkreten Umsetzung des Projekts: Erste Sitzungen mit Unterstützern sowie Gespräche mit Vertretern der Stadt Mayen haben stattgefunden. Räumlichkeiten konnten teils schon geschaffen werden. Zur Zeit werden Caterer gesucht, die sich auf die Verköstigung von Kindern verstehen. Eine Homepage sowie die dazugehörige Facebook-Seite werden in Kürze online gehen.

Ein Meilenstein ist die Gründung des Vereins »Suppenküche Mayen e.V.«, die am Montag, 25. April, um 19 Uhr, in der Pfarrbegegnungsstätte Herz Jesu in Mayen stattfinden wird. Trotz aller Vorfreude - eine Sorge beschäftigt Franz Käs und seine Mitstreiter zur Zeit noch: »Unser Albtraum wäre, das Projekt nicht langfristig finanzieren zu können«, gesteht Käs. »Keiner von uns möchte erleben, dass wir den Kindern nach ein paar Monaten sagen müssen, dass wir nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen und es dauerhaft kein warmes Mittagessen geben wird.« Um den »Worst Case« von vornherein zu verhindern, haben die Initiatoren entschieden, die Sache langsam angehen zu lassen und sich Schritt für Schritt zu steigern: »Wir starten zunächst einen ,Testlauf‘ mit zehn teilnehmenden Kindern«, erklärt Käs. »Die Kinder erhalten jeweils an einem Tag in der Woche ein warmes Mittagessen - und das über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr. Diese Zeit nutzen wir, um erste praktische Erfahrungen zu sammeln und um unseren finanziellen Rahmen kontinuierlich zu erweitern. Ziel ist es, in absehbarer Zeit allen bedürftigen Kindern in Mayen täglich eine warme Mahlzeit zukommen zu lassen - und zwar dauerhaft.« Es ist angedacht, dass Förderer des Projekts Essenspatenschaften übernehmen werden, die an eine gewisse Anzahl von Mahlzeiten, nicht jedoch an bestimmte Kinder gebunden sind.

Weitere Informationen erteilen die Organisatoren zunächst noch nach Anfrage per E-Mail: suppenkuechemayen@yahoo.de

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