Erster Todesfall nach Corona-Ausbruch in der "Villa Toscana"

Kottenheim. Wie "Projekt3" als Betreiber auf seiner Facebook-Seite mitteilt, sei die "Situation in der ,Villa Toscana' sehr angespannt".

Hier heißt es: „Es ist eine Nachricht, die uns alle mehr als betroffen macht: Die ,Villa Toscana' in Kottenheim hat den ersten Todesfall in Zusammenhang mit einer Covid 19-Infektion zu beklagen“, erklärt Uwe Berens, Geschäftsführer der "Projekt 3 gGmbH", zutiefst berührt: „Wir fühlen mit den Angehörigen und Freunden in dieser schweren, nahezu unerträglichen Zeit. Einer Zeit, die noch nicht einmal mehr das Abschiednehmen von den geliebten Menschen zulässt.“

Die Situation in der ,Villa Toscana' ist nach wie vor sehr angespannt. Mit heutigem Stand hat sich die Gesamtzahl der Infizierten, Bewohner und Mitarbeiter, nach bestätigten PCR-Tests auf über 50 erhöht. Vier Bewohner werden aktuell im Krankenhaus medizinisch versorgt. Eine Mitarbeiterin befindet sich ebenfalls in stationärer Behandlung. Alle anderen Infizierten weisen unterschiedlich starke Symptome auf, die derzeit keine Krankenhausversorgung nötig machen. Die Pflegesituation in der "Villa Toscana" lässt sich aktuell noch durch Mitarbeiter/innen aus den Einrichtungen in Oberfell, Adenau, Polch und Sachsen-Anhalt bewältigen. „Zudem stehen wir mit weiteren Diensten und Trägern in Verbindung, um personelle Unterstützung zu erhalten und unsere Mitarbeiter in der betroffenen Einrichtung zu entlasten. Dabei greifen wir auch auf Zeitarbeitsfirmen zurück“, so Uwe Berens und er ergänzt: „Bei der Bundeswehr und dem DRK haben wir ebenfalls Hilfe für die Durchführung der notwendigen Schnelltests angefordert, damit sich unsere Fachkräfte anstelle der Testungen komplett auf die Pflege der BewohnerInnen konzentrieren können.“  

Am Montag konnten bereits die nicht infizierten Bewohnern und Mitarbeiter, etwa die Hälfte der ursprünglich Geplanten, geimpft werden. Der Termin für die 2.  Impfung ist für den 22. Februar angesetzt. In den letzten Tagen habe es  Gerüchte gegeben, dass es sich bei der Einrichtung, aus der wir die infizierte Bewohnerin übernommen haben, um das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen, handeln soll. Dies wird ausdrücklich dementiert.

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