Massive Veränderungen im Dekanat Vulkaneifel

Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land kommt dazu

Kreis Vulkaneifel. Nachdem die Umsetzung der Diözesansynode des Bistums Trier 2019 von Rom aus gestoppt wurde, wurde nun ein neues Konzept vorgelegt.

Ende November 2019 kam das Veto aus Rom. Die Ergebnisse der Diözesansynode des Bistums Trier durften vorerst nicht umgesetzt werden. Die sahen nämlich eigentlich vor, dass die rund 900 Pfarreien des Bistums, von denen ein Großteil in einer der 172 Pfarreiengemeinschaft organisiert ist, zu 35 Großpfarreien zusammengeschlossen wurden. Start sollte ursprünglich am 1. Januar 2020 sein. Nun nimmt die Umsetzung der Synode wieder Fahrt auf. Dabei greifen die Trierer Pläne zur Veränderung und Neuorientierung des Bistums die römischen Einwände auf. Das heißt unter anderem, dass die Pfarreien nun nicht auf nur 35 "Pfarreien der Zukunft" reduziert werden. Da das Bistum in den kommenden Jahren von einer massiv sinkenden Zahl von Hauptamtlichen ausgeht, soll an einer starken Reduzierung der Pfarrgemeinden festgehalten werden.

Mit Rom ist abgestimmt, dass die Pfarreien bis Ende 2025 zumindest auf der Ebene ihrer jeweiligen Pfarreiengemeinschaft fusio­nieren sollen. Auf dieser Ebene wird es Pfarrer und pfarrliche Organe geben. Die Pfarreiengemeinschaften sollen in 35 "Pastoralen Räumen" zusammenarbeiten. Der Zuschnitt dieser Räume entspricht dem Zuschnitt der ursprünglich geplanten "Pfarreien der Zukunft". Diese sollen nach und nach die derzeitigen 32 Dekanate ersetzen. Derzeit erstreckt sich das Dekanat Vulkaneifel über den Großteil des Landkreises sowie einige Orte in der Verbandsgemeinde Adenau. Aktuell gibt es im Dekanat Vulkaneifel 54 Pfarrgemeinden, die sich auf die sieben Pfarreiengemeinschaften Daun, Gillenfeld, Kelberg, Gerolsteiner Land, Hillesheim, Niederehe und Obere Kyll verteilen. Den Plänen nach soll aus jeder der Pfarreiengemeinschaften bis spätestens 2025 jeweils eine neue Pfarrei entstehen.

Die Fusionspläne haben massive Auswirkungen auf den Norden des Dekanats Vulkaneifel. Denn die künftigen Pfarreien Gerolsteiner Land, Hillesheim, Niederehe und Obere Kyll sollen mit der bisherigen Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land, die derzeit zum Dekanat Ahr-Eifel gehört, den neuen "Pastoralen Raum Adenau-Gerolstein" bilden. Die Pfarreien Stadtkyll, Ormont und Hallschlag, die derzeit noch zur Pfarreiengemeinschaft Obere Kyll gehören, sollen laut den Plänen des Bistums hingegen zum "Pastoralen Raum Prüm" gehören. Die Pfarreien Daun, Gillenfeld und Kelberg würden sich zum "Pastoralen Raum Daun" zusammenschließen.

Um sich nun erst einmal einen genauen Überblick zu verschaffen, findet derzeit im gesamten Bistum eine sogenannte "Sondierungsphase" statt. In dieser Zeit sollen Fragen geklärt werden, beispielsweise welche Pfarreien wann in dem Zeitraum bis 2025 fusionieren wollen, welche Unterstützung sie dafür brauchen und wann der jeweilige pastorale Raum errichtet werden kann. Die Verantwortlichen in den Räten und Gremien vor Ort werden dabei unter anderem zu den Themen "Fusion", "Pastoraler Raum", "Pfarrgemeinderats-Wahlen 2021" informiert. Mögliche Fragen sollen geklärt und vor allem die Meinungen der Verantwortlichen gehört und dokumentiert werden.

Zu diesem Zweck hat das Bistum diözesane Beauftragte in die Räume entsandt, die durch lokalen Beauftragte vor Ort unterstützt werden. Die Sondierungsphase endet am 30. Juni. Dann werden die dokumentierten Ergebnisse ins Generalvikarriat nach Trier übermittelt. Für den "Pastoralen Raum Daun" hat Bischof Stephan Ackermann als diözesane Beauftragten Regine Wald und Eric Conde ernannt. Diese werden von Stefan Becker (Gemeindereferent Pfarreiengemeinschaft (PG) Gillenfeld), Vanessa Lay (Pastoralreferentin Dekanat Vulkaneifel) und Simone Thomas (Dekanatsreferentin Dekanat Vulkaneifel) als lokale Beauftragte unterstützt.

Die diözesanen Beauftragten für den pastoralen Raum Adenau-Gerolstein sind Regine Wald und Dr. Augustinus Jünemann. Diese erhalten Unterstützung von Annette Weber (Gemeindereferentin PG Gerolsteiner Land), Anne Beckermann (Gemeindereferentin PG Obere Kyll), Philipp Hein (Philipp Hein (PG Niederehe) PG Niederehe) und Dr. Rainer Justen (Pfarrer PG Adenauer Land) als die vom Bischof beauftragten lokalen Beauftragten. Diözesaner Beauftragter für den pastoralen Raum Prüm ist Christoph Kipper. Er wird von den lokalen Beauftragten Johannes Eiswirth (Dekanatsreferent Dekanat St. Willibrord Westeifel), Dagmar Thome (Wawern) und Kerstin Trierweiler (PG Prüm) unterstützt.

Weitere Informationen zur Sondierungsphase gibt es auf der Homepage des Bistum Trier, bei den Pfarreiengemeinschaften und beim Dekanat Vulkaneifel.

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