Notfalls will Kerpen klagen

Kreis Vulkaneifel. Seit Jahrzehnten wird in Hillesheim über den Bau einer Umgehungsstraße gestritten. Am kommenden Mittwoch steht das Thema erneut im Stadtrat auf der Tagesordnung.

Insbesondere der Schwerlastverkehr, der sich zum Teil verbotswidrig durch die Hillesheimer Innenstadt zwängt, erhitzt beim Thema Stadtumgehung die Gemüter: Sprudel- und Lava-Lkw durchfahren aus Richtung Norden kommend gerne die Stadt auf ihrem Weg in die Vulkaneifel und sorgen damit für eine Belastung von Anwohnern und Touristen.Ungewohnte Schützenhilfe erhalten die Befürworter der Umgehungsstraße nun aus der Ortsgemeinde Kerpen. Denn für den Fall, dass sich der Hillesheimer Stadtrat in der Sitzung am kommenden Mittwoch gegen den Bau entscheidet, hat Kerpens Ortsbürgermeister Rudolf Raetz angekündigt, eine sofortige Aufhebung des Verkehrsplittings zu beantragen und dies »notfalls auch gerichtlich« durchzusetzen, wie es in einem offenen Brief an die Bürger der Stadt Hillesheim heißt. Denn ein Teil des Lkw-Verkehrs wird seit 1995 über die L10 an Kerpen vorbeigeführt, um die Hillesheimer Innenstadt zu entlasten. In Kerpen wächst jedoch ebenfalls der Ärger über den immer weiter zunehmenden Lärm und Verkehr.

Foto (Th. Wirtz): In der »Krimihauptstadt« Hillesheim stellt der Schwerlastverkehr eine Belastung für Anwohner und Touristen dar. Doch die geplante Ortsumgehung ist trotzdem umstritten.

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Guter Wein, schlechte Manieren

Cochem. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen Urkundenfälschung der Prozess gemacht. Der Mann soll über einen polnischen Führerschein verfügt haben, ihm soll jedoch die Fahrerlaubnis am 11. Oktober 2018 entzogen worden sein. Er soll dennoch, unter anderem am 27. April 2021, mit seinem Pkw unterwegs gewesen sein. Dabei soll der Angeklagte an beiden Nummernschildern des Autos zuvor an die Stelle des amtlichen Siegels zwei runde Aufkleber mit der Aufschrift »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« geklebt haben, um im Straßenverkehr eine amtliche Zulassung vorzutäuschen und den fehlenden Versicherungsschutz zu verschleiern. Tatsächlich soll der Pkw, so die Anklageschrift, aber schon im Januar 2020 abgemeldet worden sein. Die Aufkleber »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« werden auf Weinflaschen angebracht, die bei einer Qualitätsprüfung besonders gut abgeschnitten haben. Woher der Angeklagte den Aufkleber hat oder ob er ihn eventuell von einer Flasche abgetrennt hat, geht aus der Mitteilung des Amtsgerichtes Cochem nicht hervor. Für den Prozess vor dem Amtsgericht kann sich der Angeklagte den Satz des antiken, griechischen Lyrikers Alkaios von Lesbos zu Herzen nehmen: »In vino veritas«, was auf Deutsch heißt: »Im Wein liegt die Wahrheit.« Strafrechtlich droht dem Mann laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Bericht folgt. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen…

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