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Patrick Schnieder löst das Ticket

Herbe Verluste für CDU

Kreis Vulkaneifel. Trotz Schnieders Wahlsieg muss die CDU im Wahlkreis Bitburg sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen Verluste im zweistelligen Bereich hinnehmen. Kräftig zulegen konnten die Freien Wähler. Direktkandidatin Petra Fischer landet sogar auf Platz drei.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder hat sein Mandat für den Bundestagswahlkreis 202 (Bitburg) verteidigt. Schnieder holt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis xxx % der Stimmen. Damit liegt er zwar klar vor Lena Werner (SPD), die erstmals zur Wahl angetreten war, büßt aber gegenüber der Wahl 2017 deutlich um 13,5 Prozentpunkte ein. Die Direktkandidatin der SPD konnte gegenüber dem Ergebnis 2017, als Jan Pauls für die SPD antrat, leicht von 25,7 auf 27,5 % zulegen. Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen im Wahlkreis Bitburg verlieren CDU, AfD und Linke, alle anderen Parteien legen zu. Dabei ist Petra Fischer von den Freien Wähler sicher eine Überraschung des Abends. Sie holte 8,6 % der Stimmen und setzte sich somit auf den dritten Platz. 2017 landete sie mit 2,4 % noch auf Platz sechs. AfD-Kandidatin Beate Härig-Dickersbach kommt auf 6,5 % (2017: 7,1 %), Ralf Markus Berlingen (FDP) auf 7,4 % (2017: Jürgen Krämer 7,0 %). Dorothea Hafner von den Grünen, die 2017 keinen Direktkandidaten aufgestellt hatten, holt 6,9 %. Manuel Eppers von den Linken rutscht von 5,5 % (2017: Katharina Penkert) auf 2,3 %.

Wie sieht es bei den Zweitstimmen aus? Auch hier verliert die CDU etwa in gleichem Maße wie bei den Erststimmen, stürzt von 44,5 Prozent auf 28,6 Prozent ab - ein Minus von erdrutschartigen 14,4 Prozentpunkten und damit deutlich mehr als im Bundestrend. Fast gleichauf liegt die SPD, die von 21,8 % auf 27,9 % klettert. Das drittstärkste Ergebnis holt die FDP, die von 10,3 auf 11,4 % steigt. Die Grünen legen um 3,1 Prozentpunkte zu (2021: 9,3 %, 2017: 6,2 %), bleiben somit also deutlich hinter dem bundesweiten Zuwachs zurück. Die AfD verliert im Wahlkreis Bitburg 0,9 Prozentpunkte - von 8,0 % auf 7,1 %, bleibt somit ebenfalls unter dem bundesweiten Ergebnis. Einen kräftigen Aufschwung erleben auch bei den Zweitstimmen die Freien Wähler, die 6,9 % der Stimmen holen (2017: 1,3 %), während die Linke von 5,9 % auf 2,7 % abrutscht.

Im Landkreis Vulkaneifel verliert die CDU bei den Zweitstimmen 14,1 Prozentpunkte, während die SPD um 7,8 Prozentpunkte und somit deutlicher als im gesamten Wahlkreis Bitburg zulegt. Der Abstand zwischen CDU (31,7 %) und SPD (28,5 %) ist etwas größer als im gesamten Wahlkreis Bitburg. Wesentlich weniger legen die Freien Wähler hier zu, nämlich von 1,0 % auf 3,5 %.

In den Wahlbezirken des Landkreises Vulkaneifel gingen alle Erstimmen entweder an Schnieder oder Werner. Auch bei den Zweitstimmen gewannen CDU und SPD die Wahlbezirke - mit drei Ausnahmen: Die FDP lag in Dohm-Lammersdorf (28,9 %) und Gefell (30,2 %) und die AfD in Katzwinkel (27,5 %) vorne.

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Kommentar von Klaus Inderfurth
In den Wahlbezirken des Landkreises Vulkaneifel gingen alle Erstimmen entweder an Schnieder oder Werner.

Kann nicht sein.
Meine Erststimme hatten die nicht.
Die meiner Frau auch nicht.