Thorsten Wirtz

Windkraft setzt die »Heimat unter Strom«

Kreis Vulkaneifel. Zu einer Filmveranstaltung lädt der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) am Freitag, 13. März um 18 Uhr in die Eifel-Film-Bühne in Hillesheim ein.

Energiewende ? ein kontroverses Thema für die Eifel. Schon längst prägen Windräder die Silhouette der Eifel. An ihnen scheiden sich die Geister. Sie bringen Verdienst und Einkommen, viele Gemeinden sehen die Chance, aus der Finanzmisere herauszukommen. Andere sehen jedoch in erster Linie die Zerstörung des Landschaftsbildes durch die Windkraftanlagen.Wo findet man noch Panoramablicke ohne Windräder am Horizont? Und es wird auch in Zukunft nicht besser: Die neue Generation der Windkraftanlagen wird über 200 Meter hoch werden. »Das Landschaftsbild wird unserem Energiehunger geopfert«, sagen Kritiker. Der Allgäuer Autor und Regisseur Leo Hiemer hat bereits im Jahr 2013 einen rund 80-minütigen Film gedreht über das Für und Wider der Windkraft in seiner Heimat. Er befragt darin mit viel Liebe zu seiner Heimatlandschaft Betroffene und Verantwortliche, aber er hinterfragt auch ihre Antworten. Hiemer will herauszufinden, ob es lohnt, für eine schlecht vorbereitete Energiewende das Bild der heimischen Landschaft zu opfern. Sein Fazit: Es lohnt sich nicht, die Windkraft bringt nicht den Nutzen, den man sich heute von ihr erhofft. Aber er lotet auch Wege aus hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung ohne Landschafts- und Umweltzerstörung. Der Film, der am Freitag, 13. März, um 18 Uhr im Hillesheimer Kino zu sehen ist,  bietet eine Fülle von Anregungen. Lassen sie sich problemlos auf die Eifel übertragen? ? Nach dem Film ist Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch über das Thema.

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