Brauchtumspflege mit Hampelmann

Daun. Pünktlich zum Sessionsstart am 11.11. hatte der »jecke Bäcker« Josef Utters aus Dockweiler zusammen mit zahlreichen Unterstützern zu einer großen Pressekonferenz nach Daun eingeladen. Im Mittelpunkt stand die karnevalistische Brauchtumspflege.

 Früher war das ganz normal: An den tollen Tagen zogen in der ganzen Eifel Kinder von Haus zu Haus, um singend ein paar Süßigkeiten zu erbitten. Doch das »Bokere john«ist mehr und mehr in Vergessenheit geraten.
Der Begriff »Bokere john« ist keine neue Erfindung, sondern ein sehr altes Eifeler Wort, und beschreibt die Tradition, dass an den Hauptkarnevalstagen Kinder und Erwachsene von Haus zu Haus ziehen, dort ein Lied oder einen Reim vortragen, und mit Süßigkeiten belohnt werden. »Bei Erwachsenen sind die Süßigkeiten allerdings meist flüssiger Natur«, sagt Josef Utters augenzwinkernd. Bereits vor einigen Jahren hat der karnevalsbegeisterte Bäckermeister  in seinem Heimatdorf Dockweiler die Initiative ergriffen, um diesen alten Brauch am Leben zu erhalten.

Jetzt plant er zusammen mit tatkräftiger Unterstützung den karnevalistischen Großangriff: Schirmherr Bürgermeister Werner Klöckner, der Gewerbe- und Verkehrsverein, der Dauner Elferrat und die Möhnen, dazu noch der Lions-Club Daun: Alle wollen für die Brauchtumspflege werben. »Als Erkennungszeichen für alle Kinder, dass in einem Haus oder Geschäft die Bokerten willkommen sind, soll dabei ein Hampelmann aus Holz dienen«, erklärt Josef Utters. Und an dieser Stelle kommt auch noch ein guter Zweck ins Spiel, denn 3,50 Euro vom Verkaufserlös des Hampelmanns fließen an den Verein »Little Prinz« aus Betteldorf, der in Kenia ein Kinderheim und eine Schule unterstützt.

Den Hampelmann gibt es ab sofort zum Preis von 10 Euro in den Filialen der Bäckerei Utters – weitere Infos zur Aktion auf der Homepage www.bokere-john.de

 

 

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