Frederik Scholl

Baubeginn am Weiertor

Zülpich. Das Weiertor wird nach historischem Vorbild wiederaufgebaut. Das Land fördert die Rekonstruktion der mittelalterlichen Toranlage mit rund 610.000 Euro.
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Am 22. Februar haben die vorbereiteten Baumaßnahmen zum Wiederaufbau des Weiertores begonnen. Ein passenderes Datum für den Beginn dieser Maßnahme hätte es wohl kaum geben können – abgesehen vom Elften im Elften natürlich! Denn immerhin werden die Hovener Jungkarnevalisten (HJK) das Weiertor als künftiger Hauptnutzer unter anderem als Versammlungs- und Probenraum sowie für kleinere Festivitäten nutzen. Dieser erste Bauabschnitt dient dazu, den Bereich, wo später der Baukörper entstehen soll, zu sanieren und für den direkt daran anschließenden Wiederaufbau vorzubereiten. Etwa Ende März/Anfang April soll dann das eigentliche Projekt „Wiederaufbau“ starten.

Bei Bombenangriff zerstört

Der Wiederaufbau der beim Bombenangriff der alliierten Streitkräfte an Heiligabend 1944 weitgehend zerstörten und seither nur teilweise rekonstruierten Doppeltoranlage wird vom Land NRW mit rund 610.000 Euro aus dem Topf des Programms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. – Wir fördern, was Menschen verbindet.“ gefördert. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, hatte den entsprechenden Förderbescheid im vorigen Jahr persönlich in Zülpich übergeben.

Junggkarnevalisten stellen Förderantrag

Gestellt wurde der Förderantrag von den Hovener Jungkarnevalisten (HJK). Diese werden das „neue alte“ Weiertor nach Fertigstellung als Vereinsdomizil nutzen und sich damit den seit vielen Jahren Traum von der Heimat in einer Toranlage der mittelalterlichen Stadtmauer erfüllen. Das Weiertor soll künftig aber auch als Ort der Begegnung für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden - beispielsweise am „Tag des offenen Denkmals“ oder bei Stadtfesten und Veranstaltungen im direkt angrenzenden Park am Wallgraben.