Frederik Scholl

»Die Arbeit hat mir sehr viel Freude gemacht«

Euskirchen. Die GenoEifel in Euskirchen ist auf der Suche nach Unterstützung, denn die bisherige Büroleiterin Ursula Eßer-Lennartz nimmt ihren Abschied.

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Für die bisherige Leiterin des GenoEifel-Büros in Euskirchen, Ursula Eßer-Lennartz (vorne), sucht die Projektkoordinatorin Corinne Rasky eine Nachfolge.

Für die bisherige Leiterin des GenoEifel-Büros in Euskirchen, Ursula Eßer-Lennartz (vorne), sucht die Projektkoordinatorin Corinne Rasky eine Nachfolge.

Foto: Niemi/GenoEifel

Der Abschied ist schwer: Ein Jahr und einen Monat lang hat Ursula Eßer-Lennartz das GenoEifel-Büro in Euskirchen geleitet. Es ist in den Räumen des Diakonischen Werkes, Kaplan-Kellermann-Straße 12, untergebracht. Dort war Ursula Eßer-Lennartz jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr vor Ort und hat in der relativ kurzen Zeit ein ansehnliches Hilfe-Helfer-Netzwerk aufgebaut, das fast 100 Personen umfasst.

Hilfesuchende und Helfer willkommen

»Hier in Euskirchen«, weist sie auf einen besonderen Umstand hin, »haben wir sogar derzeit mehr Helfer als Hilfesuchende.« Sie würde sich freuen, wenn noch mehr junge Leute den Weg in die Generationengenossenschaft finden würden – und mehr Menschen die angebotene Hilfe auch in Anspruch nehmen. Gerne hätte sie weiter das Büro in Euskirchen geleitet, doch sie wird momentan dringend im eigenen Familienbetrieb gebraucht.

»Die Arbeit mit den Menschen hat mir sehr viel Freude gemacht«, sagt Ursula Eßer-Lennartz, die nach der Flutkatastrophe den Weg zur GenoEifel gefunden hat. Gerne erinnert sie sich etwa an die junge Frau, die einer Seniorin bei ihren Schwierigkeiten im Umgang mit dem Computer geholfen hat. Besonders ans Herz gewachsen ist ihr ein Helfer-Ehepaar, das einen ganz besonderen Einsatz mit viel Freude erledigt hat.

Drei glückliche Menschen

Bei einer blinden Seniorin musste ein neuer Kleiderschrank aufgestellt werden. Das Helfer-Ehepaar baute aber nicht nur den alten Schrank ab und den neuen auf, sondern sortierte auch gleich die Kleidung aus, die nicht mehr gebraucht wurde. »Die haben eine richtige Modenschau veranstaltet«, schmunzelt Ursula Eßer-Lennartz. Man sei anschließend sogar noch gemeinsam shoppen gegangen »und am Ende waren drei Menschen glücklich …«

Auch Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, bedauert den Weggang der agilen Ursula Eßer-Lennartz und sucht nun nach einem Nachfolger, der gerne ab Dezember die Minijob-Stelle im GenoEifel-Büro Euskirchen, das übrigens von der Volksbank Euskirchen unterhalten wird, neu besetzen möchte. Corinne Rasky: »Wir suchen nach einer Person, die uns für die Vermittlung und Akquise in Euskirchen unterstützt.« Die Person sollte vom Konzept der Generationengenossenschaft überzeugt und im Stadtgebiet gut vernetzt sein. »Es sollte jemand sein, der sich vor Ort auskennt, mit Leuten umgehen kann und Lust haben, Hilfesuchende und Helfer zusammen zu bringen.«

Wer Interesse hat bei der GenoEifel im Büro Euskirchen mitzuarbeiten, kann sich einfach melden - im GenoEifel-Hauptbüro in Kall unter Tel.: 02441/888 61 oder E-Mail: info@GenoEifel.de.


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