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Die Folgen des Klimawandels minimieren

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Anfang der Woche Euskirchen besucht und sich selbst ein Bild vom neuen, renaturierten Bachlauf des Veybachs in Euenheim gemacht. Zudem überreichte sie einen Förderscheck über 146.000 Euro an den Kreis Euskirchen.
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Bundesumweltministerin Svenja Schulze (3.v.li.) überbrachte  einen symbolischen Förderscheck über 146.000 Euro an Landrat  Markus Ramers (li.). Zuvor hatte sie sich bei einem gemeinsamen Rundgang mit dem Landrat, Achim Blindert (2.v.l. Kreis Euskirchen), Sacha Reichelt (Bürgermeister Euskirchen, 3.v.re.), Technischer Beigeordneter Oliver Knaup (2.v.re, Stadt Euskirchen) und Dr. Bernd Bucher (re., Vorstand Erftverband) einen Eindruck über die Renaturierungsmaßnahmen verschafft. Foto: Scholl

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (3.v.li.) überbrachte einen symbolischen Förderscheck über 146.000 Euro an Landrat Markus Ramers (li.). Zuvor hatte sie sich bei einem gemeinsamen Rundgang mit dem Landrat, Achim Blindert (2.v.l. Kreis Euskirchen), Sacha Reichelt (Bürgermeister Euskirchen, 3.v.re.), Technischer Beigeordneter Oliver Knaup (2.v.re, Stadt Euskirchen) und Dr. Bernd Bucher (re., Vorstand Erftverband) einen Eindruck über die Renaturierungsmaßnahmen verschafft. Foto: Scholl

»Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Das haben uns der Starkregen und das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf erschütternde Weise gezeigt. Selbst mit dem besten Klimaschutz werden wir in Deutschland die Folgen des Klimawandels immer häufiger erleben. Kommunen sind stets als Erste gefordert, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Vorsorge gegen die Folgen des Klimawandels erfordert Investitionen und übergreifende Konzepte, die zur Kommune passen und den Aktivitäten eine Richtung geben. Die Kommunen brauchen dabei die Unterstützung von Bund und Ländern, um ‚klimafest‘ zu werden« sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei einem Ortstermin in Euenheim Der Kreis Euskirchen gehe beim Klimaschutz und bei der Risikovorsorge in vorbildlicher Weise voran, so die Ministerin.
Gemeinsam mit Vertretern des Kreises, der Stadt Euskirchen, und des Erftverbands besuchte Svenja Schulz Euenheim. Dort wurde der Bachlauf des Veybachs renaturiert. Seit einigen Wochen fließt der Bach dort durch ein neues Bett (wir berichteten). Neben ökologischen Aspekten dient diese Maßnahme auch dem Hochwasserschutz. »Wir haben hier ein tolles Beispiel, wie man auch einer Renaturierung mehr Hochwasserschutz schaffen kann, weil hier der Veybach aus den Ortschaften herausgelagert worden ist«, betonte Landrat Markus Ramers. Allerdings habe die Umsetzung der Maßnahme von den ersten Überlegungen an 29 Jahre gebraucht, wie Erftverband Vorstand Dr. Bernd Bucher vorab erklärt hatte. »Das zeigt wie lange solche Genehmigungsverfahren dauern, das zeigt aber auch, 131 Tage nach der Flutkatastrophe, dass wir jetzt nicht wieder 29 Jahre warten dürfen, bis hier oder an anderen Stellen weitere Schutzmaßnahmen getroffen werden können«, sagte Ramers. Der Kreis sei darauf angewiesen, dass bei Bund und Land dafür gesorgt werde, dass solche Verfahren einfach kürzer und schneller umgesetzt würden, so der Landrat. Umso erfreuter  zeigte sich der Landrat dass die Ministerin einen Zuwendungsbescheid über  146.000 Euro im Gepäck hatte, obwohl der Kreistag erst im Sommer entsprechenden Förderantrag gestellt hatte. Mit den Mitteln will der Kreis die Stelle für einen Klimawandel-Anpassungsmanager schaffen, der entsprechende Projekte umsetzt.
Bei den Anpassungen an die Klimaveränderung sei der Hochwasserschutz nur einer von vielen Aspekten des Klimaanpassungskonzeptes, betonte Markus Ramers.
Mit der Umsetzung des Konzepts geht der Kreis Euskirchen den nächsten Schritt, um Risiken aus vergangenen und künftigen Folgen des Klimawandels zu minimieren und passende Gegenmaßnahmen zu treffen. So will der Kreis den Wasserrückhalt verbessern, einen Starkregenpass für Bürger einführen, das integrierte Wassermanagement verbessern, Eigentümer mit Tipps zum klimaangepassten Grundstück versorgen sowie klimaangepasste Gewerbegebiete schaffen. Bei der Umsetzung liegt besonderes Augenmerk auf den spezifischen Herausforderungen des Landkreises.


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