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Dr. Uwe Friedl in den Ruhestand verabschiedet

Nach 21 Jahren im Amt ist Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl am Samstag in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Verabschiedung fand coronakonform im Stadttheater statt.
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Euskirchen. Rund 60 Ehrengäste, darunter auch Dr. Uwe Friedls Familie, wohnten der coronakonformen Verabschiedungsfeier im Euskirchener Stadttheater bei.
1999 war Uwe Friedl erstmals zum Bürgermeister der Kreisstadt Euskirchen gewählt worden. »Wer etwas möchte, der findet Wege, wer etwas nicht möchte, der findet Gründe. Sie gehören eindeutig zu den Erstgenannten«, würdigte die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Loeb im Namen des Stadtrates das scheidende Stadtoberhaupt. Beispielhaft zählte Loeb nur einige der Projekte auf, die während Friedls Amtszeit verwirklicht wurden. Dazu zählen das Parkhotel und Veybachcenter, die Kulturmeilen Kölner- und Kommerner Straße, die Thermen- und Badewelt Euskirchen, den Kulturhof in der Wilhelmsstraße, die Jugendvilla in der Alten Gerberstraße, sowie der Ausbau des Schulsystems in Euskirchen unter anderem mit der Errichtung einer Gesamtschule. »Durch ihr Tun haben sie der Stadt Euskirchen in vielen Bereichen ein neues, besseres Gesicht gegeben. Es blieb nicht nur beim Planen, Überlegen und Diskutieren«, so Loeb. Für das Bürgermeisterkollegium würdigte Mechernichs erster Bürger Hans-Peter Schick seinen Weggefährten: »Dr. Uwe Friedl entpuppte sich als Ritter ohne Furcht und Tadel, als hochkompetent und volksnah«.

Platz in den Geschichtsbüchern

Friedls Nachfolger Sacha Reichelt erklärte: »Ein Platz in den Geschichtsbüchern der Stadt ist Ihnen sicher. Ebenso aber – und dies ist wahrscheinlich noch wichtiger – ist Ihnen auch ein Platz in den Herzen der Euskichenerinnen und Euskirchener sicher und selbstvertändlich auch bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und nicht zuletzt auch bei mir ganz persönlich«.
Friedl selbst dankte in seiner Ansprache neben seinen Mitarbeitern und Weggefährten ganz besonders seiner Frau. Sie habe in den vergangenen 21 Jahren sehr oft große Rücksicht walten ließ und viel Verständnis aufbrachte. »Dass auch die Familien Zeit braucht, habe ich in der Vergangenheit zu oft vernachlässigt. Ich weiß allerdings nicht, ob meine heutige Ankündigung ‚Zeit, die wir hoffentlich in nächster Zeit zu genüge haben werden‘, jetzt meine Familie kolossal verunsichert und in Panik versetzen wird«, sagte Friedl nicht ganz ernst gemeint. »Andererseits würde ich ohne die Unterstützung meiner Familie nicht auf eine 21-jährige verantwortungsvolle Tätigkeit in und für diese Stadt zurückblicken können, denn auch meine Familie konnte ich mich immer verlassen«, so Friedl. Bei seinem Nachfolger Sacha Reichelt sei er sich sicher, dass er seinen eigenen Weg gehen und andere Prioritäten setzen werde. »Und das ist auch gut so – sofern diese neuen Prioritäten die richtigen sind«, sagte Friedl abschließend.
Für die musikalische Begleitung sorgte die »Mary‘s Rockband«, eine frisch gegründete Formation der Marienschule, und diese traf mit Stücken von Tina Turner, Phil Collins sowie »Mer stonn zo dir«, der Hymne des 1. FC Köln, offenbar genau Friedls Musikgeschmack.