Frederik Scholl

»Ehrenamt soll beiden Seiten etwas bringen«

Euskirchen. Ehrenamtler des Vereins feder e.V. tauschen sich mit der Euskirchener Verwaltungsspitze aus

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Harald Nöttel und Hildegard Schmadel (2. und 3.v.li., beide feder e.V.), tauschten sich mit Bürgermeister Sacha Reichelt (li.) und dem Ersten Beigeordneten Alfred Jaax (re.) aus.

Harald Nöttel und Hildegard Schmadel (2. und 3.v.li., beide feder e.V.), tauschten sich mit Bürgermeister Sacha Reichelt (li.) und dem Ersten Beigeordneten Alfred Jaax (re.) aus.

Foto: Tim Nolden / Kreisstadt Euskirchen

Euskirchen. Der Verein feder e.V. betreut einige Projekte, von denen die Menschen in Euskirchen profitieren können. Dazu gehören die Kulturbühne, die bedürftigen Menschen Zugang zu Kulturveranstaltungen bringt, sowie die Taschengeldbörse, die Senioren jugendliche Helfer vermittelt, die für ein Taschengeld bei kleineren Arbeiten unterstützen. Eine Kernkompetenz des Vereins liegt aber seit den Gründungstagen darin, Menschen ins Ehrenamt zu bringen.

Der Verein feder übernimmt die Aufgabe einer Stellenbörse für ehrenamtlich Aktive und versucht, passende Ämter für interessierte Menschen zu finden. Das ist während der Pandemie nicht einfach gewesen. Knapp 90 Menschen wurden vor 2020 jedes Jahr vermittelt. »Während der Pandemie sind die Vermittlungen deutlich zurückgegangen. Mittlerweile aber haben wir wieder einen Anstieg zu verzeichnen«, resümiert Harald Nöttel, der Vorsitzende von feder.

Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin, Hildegard Schmadel, besuchte Nöttel kürzlich Bürgermeister Sacha Reichelt und den Ersten Beigeordneten Alfred Jaax, um sich auszutauschen über die Arbeit des Vereins. »Es ist toll, zu sehen, wie Menschen sich für eine neue Aufgabe öffnen und darin aufgehen«, berichtet Hildegard Schmadel.

Zurzeit werden von verschiedenen Einrichtungen Mentoren gesucht, die Jugendliche bei Tätigkeiten unterstützen wie Hausaufgaben machen, erste Bewerbungen schreiben oder ähnliches, so berichtete Harald Nöttel.

Gerade ältere Menschen, die frisch in Rente seien, könnten an so einer Aufgabe Freude und Erfüllung finden. »Das Ehrenamt soll beiden Seiten etwas bringen«, betont Hildegard Schmadel.

Bürgermeister und Erster Beigeordneter sind sich einig, dass das Ehrenamt ein wichtiger Bestandteil des Miteinanders ist, auch in Euskirchen, wo viele Vereine das gesellschaftliche Leben entscheidend prägen. Deshalb schätzt die Verwaltungsspitze die Arbeit des Vereins feder, da dieser andere Vereine dabei unterstützt, neue Helfer zu finden.

Feder bietet regelmäßige Sprechstunden an, zu der Interessierte kommen können, um sich in ein Amt vermitteln zu lassen. Diese finden jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr im Café Insel auf der Frauenberger Straße 2 bis 4 statt.


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