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Finderlohn für entflogene Nymphensittiche

Leserreporterin Karin Hiller hat uns diesen Artikel über die aufwändige, aber bisher vergebliche Suche nach entflogenen Nymphensittichen geschickt.
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Für Verwunderung sorgten am Euskirchener Erftufer mehrfach Personen mit Vogelkäfig, Kescher und abgespielten Vogelstimmen. Was war da los? Gleich drei Nymphensittiche sind entflogen - und da ihre Halterin im Krankenhaus liegt, haben ihre Bekannten teils weite Anfahrtwege in Kauf genommen für den Versuch, sie anzulocken und einzufangen. Doch alle Mühen blieben vergeblich, obwohl die Vögel wiederholt in Euskirchen gesehen und gehört wurden, u.a. am Erftufer, auf dem Stadtfriedhof und den Sportplätzen im Auel. Mit der Verschlechterung der Witterung wird es jetzt heikel für die etwa amselgrossen Australier, sich durchzuschlagen. Wer einen der Kleinen entkräftet vor sich sitzen sieht, sollte sich nicht scheuen, ihn mit einem Tuch oder Schal einzufangen, zumal für jeden der drei ein Finderlohn von 100 Euro winkt. Als Unterbringung tut es als erstes schon ein Pappkarton, wer das Vögelchen in einen umgedrehten Gitterkorb oder gar einen kleinen Käfig setzen kann, sollte ihm auch etwas Hafer- oder Müsliflocken oder Wintervogelfutter anbieten sowie ein Schälchen mit Wasser. Nur Gesalzenes oder Süßigkeiten mit Schokolade sind tabu. Die Besitzerin, der wir hier eine gute Besserung ins Krankenhaus wünschen, und die verbliebenen Partnervögel warten sehnlichst darauf, die drei wohlbehalten wiederzusehen. Jeder der drei ist ein wenig anders gefärbt, aber alle ähneln dem Nymphensittich vom Foto mit grauem Grundgefieder, dem hübschen Federhäubchen und den orangenen Wangenflecken. Einer der drei braucht zudem so bald wie möglich wieder seine Herzmedikamente. Wer einen der Vögel findet oder schon gefunden hat, melde sich so schnell wie möglich unter Tel. 015112594700. Wer die Nummer grad nicht zur Hand hat, kann sich auch bei der Polizei Euskirchen (02251 / 799-0) melden, damit die kleinen Racker so schnell wie möglich in ihr vertrautes Zuhause können und der Finder sich über den Finderlohn von 100 Euro freuen darf.

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