Frederik Scholl

Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe

Kreis Euskirchen. Ministerin Ina Scharrenbach hat kürzlich im Kreis Euskirchen Förderbescheide für den Wiederaufbau überreicht.

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Übergabe des Förderbescheides an den Kreis Euskirchen

Übergabe des Förderbescheides an den Kreis Euskirchen

Foto: Kreis Euskirchen

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte kürzlich einen Förderbescheid über 215.145.897 Mio. Euro an Landrat Markus Ramers. »Das ist kurz vor Weihnachten eine schöne Bescherung für den Kreis«, sagte der sichtlich erfreuter Landrat. »215 Millionen in einem einzigen Förderbescheid – das dürfte Rekord für den Kreis Euskirchen sein. Auf diese gewaltige Summe hätte ich dennoch gerne verzichtet, denn sie zeigt ja in aller Deutlichkeit, welch verheerende Schäden die Flutkatastrophe verursacht hat«.

Der Betrag von über 200 Mio. Euro sei zudem nur bedingt aussagekräftig, denn der Förderbescheid spiegele »nur« die Schäden, die dem Kreis Euskirchen entstanden sind. »Insgesamt«, so Landrat Ramers, »hat die größte Naturkatastrophe, die es im Kreis jemals gegeben habe, Gesamtschäden im öffentlichen und privaten Bereich in Milliardenhöhe verursacht.« Er dankte Bund und Land NRW, die den Wiederaufbau in den Flutregionen mit erheblichen Mitteln unterstützen.

Im Wiederaufbauplan des Kreises stehen insbesondere die kreiseigenen Schulen im Fokus. Die größten Posten: Thomas-Eßer-Berufskolleg 36, 4 Mio. Euro Sanierung plus 55,2 Mio. Euro Ersatzneubau; Berufskolleg Eifel 60 Mio. Euro Sanierung; St. Nikolaus-Schule 22,8 Mio. Euro; Sanierung, Hans-Verbeek-Schule 21,6 Mio. Euro.

»Wiederaufbau ist in vollem Gange«

Die sintflutartigen Niederschläge des Hochwassers 2021 hatte auch viele Anlagen des Erftverbandes und die Ufer der Erft und ihrer Nebenflüsse schwer geschädigt. Der Wiederaufbau ist trotz der schlechten Verfügbarkeit von Bauteilen in vollem Gange. Um den Erftverband dabei bestmöglich zu unterstützen, überreichte Ina Scharrenbach, dem Verband im Erftpark Euskirchen kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von zirka 23,4 Millionen Euro.

Die Förderung dient insbesondere der Instandhaltung von Hochwasserrückhaltebecken, Ufermauern, Uferböschungen, Kläranlagen, Regenüberlaufbecken und Pumpwerken. Zu den am stärksten geschädigten Anlagen gehören die Kläranlage Erftstadt-Köttingen, das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Horchheim und die Ufermauern in Odendorf.

»Seit der Hochwasserkatastrophe arbeiten wir – zusätzlich zu unserem Tagesgeschäft – die entstandenen Schäden ab. 108 Baumaßnahmen haben wir allein im Gewässernetz zu verzeichnen. Großer Schaden ist auch am HRB Horchheim entstanden. Von den 108 Maßnahmen haben wir mittlerweile 89 fertiggestellt.«, erklärt Erftverbandsvorstand Dr. Bucher. »Und dennoch bleibt viel zu tun.«, ergänzt er. Auch im Erftpark Euskirchen habe es Flutschäden gegeben, die im Zuge der Umgestaltung des Erftparks und der Renaturierung des Flusses gemeinsam mit der Stadt behoben worden sind.

Die Gemeinde Weilerswist erhielt ebenfalls einen Förderbescheid über die Summe von 14.317.584 Euro. Unter anderem ist das Geld für die Sanierung von Schulen und Kindergärten (2 Mio Euro), Instandsetzung von Brücken (3,9 Mio. Euro) und die Sanierung von Straßen (4 Mio. Euro) vorgesehen.


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