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»Großvorhaben genießen höchste Priorität«

Das Land NRW, der Kreis und die Stadt Euskirchen sowie die Gemeinde Weilerswist entwickeln die Prime-Site Rhine-Region gemeinsam weiter. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet.
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Besiegelten die weitere gemeinsame Entwicklung der Prime-Site Rhine-Region (v.li.): Dr. Uwe Friedl (Bürgermeister Euskirchen),  Ingo Hessenius (Vorstandsvorsitzender LEP-AöR), Staatssekretär Christoph Dammermann, Landrat Günter Rosenke, Anna-Katharina Horst (Bürgermeisterin Weilerswist),  Oliver Knaup und Martin Reichwaldt (beide Vorstand LEP-AöR). Foto: Scholl

Besiegelten die weitere gemeinsame Entwicklung der Prime-Site Rhine-Region (v.li.): Dr. Uwe Friedl (Bürgermeister Euskirchen), Ingo Hessenius (Vorstandsvorsitzender LEP-AöR), Staatssekretär Christoph Dammermann, Landrat Günter Rosenke, Anna-Katharina Horst (Bürgermeisterin Weilerswist), Oliver Knaup und Martin Reichwaldt (beide Vorstand LEP-AöR). Foto: Scholl

»Da die bisherige Zusammenarbeit sehr erfolgreich war, wurde die Kooperation jetzt um weitere fünf Jahre verlängert«, betonte Eus­kirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl anlässlich der Vertragsunterzeichnung im Weilerswister Rathaus.  »Die Vermarktung der Fläche für Großvorhaben genießt uneingeschränkt Priorität«, stellte die derzeitige Verwaltungsratsvorsitzende der LEP-AöR (siehe Kasten), und Weilerswister Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst klar. Ziel sei es landesbedeutsame Ansiedlungen in die Prime-Site zu holen, wie beispielsweise den Elektroauto-Hersteller Tesla, mit dem die LEP-AöR in engen Verhandlungen stand, der sich jedoch letztendlich für einen Standort in Leipzig entschieden hatte (wir berichteten).

80 Hektar "am Stück"

Rund 143 Hektar stehen in der Prime-Site Rhine-Region aktuell zur Verfügung, davon 80 Hektar zusammenhängend. Damit die Geschichte der Prime-Site jedoch keine unendliche wird, haben sich die Beteiligten in der bis 2025 gültigen Vertragsverlängerung darauf verständigt, ab dem Jahr 2022 die Marktentwicklung zu evaluieren und die Umwandlung der Flächen in ein interkommunales Gewerbegebiet in Betracht zu ziehen. Aber auch in diesem Fall liege der Fokus auf großen, bedeutsamen Ansiedlungen. »Wir alle werden unsere Aktivitäten noch besser koordinieren und optimieren. Dies gilt auch für die Förderung einer Untersuchung zu potenziellen branchenbezogenen Infrastrukturbedarfen künftiger Ansiedlungen. Mit den Ergebnissen dieser Studie können wir möglichen Investoren die erforderliche bedarfsgerechte Infrastruktur darstellen«, so Anna-Katharina Horst.

Interkommunales Gewerbegebiet als "Plan B"

Eine mögliche Umwandlung in ein interkommunales Gewerbegebiet sei jedoch ganz klar nur der Plan B, betonte Dr. Uwe Friedl. »Ich bin zuversichtlich, dass die Standortvorteile zum Erfolg führen können«, so Friedl. Auch Landrat Günter Rosenke zeigte sich zuversichtlich.  »Die Prime-Site Rhine Region ist eines der Leuchtturmprojekte in unserem Kreis », so der Landrat.
Welche Relevanz das Gebiet hat, führte auch Staatssekretär Christoph Dammermann, der aus dem NRW-Wirtschaftsministerium zur Vertragsunterzeichnung gekommen war, vor Augen. »In einem so dicht besiedelten Land, ist es nicht ganz einfach derartige Flächen bereitzustellen. Daher ist es gut, dass wir auch auf internationaler Ebene so etwas anbieten können.  Die Landesregierung hat sich für die Weiterentwicklung der Fläche stark gemacht und in den vergangenen drei Jahren erhebliche Fortschritte erreichen können, wie das ernsthafte internationale Investoreninteresse, zuletzt von Tesla, belegt«, so Dammermann.  Die bisherigen Gespräche hätten auch dazu geführt, dass man gut vorbereitet sei, betonte der Staatssekretär.

LEP-AöR

Die LEP-AöR Euskirchen-Weilerswist ist ein öffentlich-rechtliches Gemeinschaftsunternehmen des Kreises Euskirchen, der Stadt Euskirchen und der Gemeinde Weilerswist. Gemeinsam mit dem Land NRW ist es Ziel der AöR, die im Landesentwicklungsplan vorgesehene Fläche für großflächige Industrieansiedlungen zu entwickeln. Der Standort in Euskirchen-Weilerswist wird unter dem Namen „Prime-Site Rhine Region“ weltweit vom Land NRW vermarktet.