fs

»Jeder gibt soviel, wie er kann«

Das Projekt Suppenkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen. Heute nutzen jeden Donnerstag fast 90 Menschen das Angebot.
Bilder
Zum fünften Jubiläum der Suppenkirche gab es zum Nachtisch eine Geburtstagstorte. Pfarrer Georg Weichsel (3.v.re.) und Ehrenamtskoordinatorin Iris Hoffmann (re.) begrüßten auch den Ersten Beigeordneten der Kreisstadt Euskirchen, Johannes Winckler (5.v.li.), unter den Gästen. Foto: Scholl

Zum fünften Jubiläum der Suppenkirche gab es zum Nachtisch eine Geburtstagstorte. Pfarrer Georg Weichsel (3.v.re.) und Ehrenamtskoordinatorin Iris Hoffmann (re.) begrüßten auch den Ersten Beigeordneten der Kreisstadt Euskirchen, Johannes Winckler (5.v.li.), unter den Gästen. Foto: Scholl

20322 Mahlzeiten hat die »Suppenkirche« seit ihrer Gründung vor fünf Jahren an Bedürftige und andere Menschen  herausgegeben. Jetzt feierte die Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen ihr 5-jähriges Bestehen. »Es gibt heute das gleiche Gericht, wie vor fünf Jahren«, erklärt Pfarrer Georg Weichsel bei der Begrüßung der Jubiläumsgäste. Einige der Anwesenden kommen seit fünf Jahren regelmäßig in das Gemeindezentrum in der Kölner Straße. Bedürftige Menschen, Junge und Alte, Große und Kleine, Familien und Alleinstehende erhalten hier einmal in der Woche eine warme Mahlzeit. Bezahlen muss man das Essen nicht, das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spenden. »Jeder der zu uns essen kommt, gibt einfach soviel wie er kann. Manchmal übersteigt auch der freiwillig gegebene Betrag den finanziellen Wert des Mittagessens«, erklärt Diakon Jens Schramm, der die Suppenkirche vor fünf Jahren ins Leben rief.

Essen in guter Gesellschaft

Nicht alle der rund 90 Menschen, die an diesem Donnerstag anwesend sind, sind bedürftig. Einige kommen auch wegen der guten Gesellschaft oder einfach um hier zu Essen. »Die Akzeptanz ist wirklich gut. Wir wollten ja, dass sich das Publikum so vermischt. Es ist schön, dass sich das so entwickelt hat«, sagt Jens Schramm. Auch der Erste Beigeordnete des Kreisstadt Euskirchen Johannes Winckler kommt hin und wieder zum Mittagessen in die Suppenkirche. »Das ist schon was Besonderes hier. Man setzt sich einfach mit an einen Tisch und kommt mit Menschen ins Gespräch, mit denen man sonst keinen Kontakt hätte«, sagt Winckler.
Das Herzstück der Suppenkirche sind natürlich die ehrenamtlichen Helfer. 45 sind es insgesamt, die sich in der Suppenkirche engagieren. Die meisten sind einmal im Monat an der Reihe. »Unser Schatz sind wirklich diese Helfer.  Wenn wir die nicht hätten, wäre das alles nicht möglich. Viele sind von Anfang an dabei«, berichtet Jens Schramm.

Ehrenamtliche aus dem ganzen Kreis

»Das Tolle ist, dass die Helfer aus dem gesamten Kreisgebiet kommen, nicht nur aus dem Stadtgebiet Euskirchen«, weiß Iris Hoffmann, Ehrenamtkoodinatorin der Evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen. »Weitere Helfer, die einmal im Monat donnerstags den Kochlöffel schwingen, das Gemüse putzen, die Tische decken, das Essen ausgeben, oder dem Abwasch erledigen, sind natürlich immer willkommen. Die Konfession spielt dabei übrigens keine Rolle«, betont Hoffmann. Wer sich bei der Suppenkirche engagieren möchte, kann sich an Diakon Jens Schramm wenden (Tel.: 02251/9170095).
Aber auch weitere Förderer des Projektes, die durch finanzielle Spenden helfen, sind gerne gesehen. Zum Fünfjährigen gab es übrigens nicht nur Suppe mit Weißen Bohnen und Mettwurst, sondern auch noch eine Geburtstagstorte.

Spenden an die Suppenkirche

Jeden Donnerstag im Jahr von 11 bis 13.30 Uhr ist die Suppenkirche geöffnet (Essenausgabe ab 12 Uhr). 
Wer das Projekt mit Spenden unterstützen möchte, kann das unter folgender Bankverbindung tun: Evangelische Kirchengemeinde Euskirchen. IBAN: DE89 3825 0110 0002 6022 82, Kreissparkasse Euskirchen - Verwendungszweck „Suppenkirche“. Auf Wunsch werden auch Spendenbescheinigung ausgestellt.