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Michaelaner gewinnen Forschungspreis in Phoenix

19 talentierte deutsche Jungforscherinnen und Jungforscher präsentierten in den USA insgesamt elf kreative und spannende Forschungsprojekte bei der 67. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Phoenix, Arizona. Dort kämpften sie in einem fairen wissenschaftlichen Wettstreit mit 1.760 jungen Wissenschaftlern aus mehr als 77 Ländern um wertvolle Preise und Ehrungen.
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Matthias Schäfers und Adrian Lenkeit (v. l. ) mit ihrer Urkunde und den Medaillen.

Matthias Schäfers und Adrian Lenkeit (v. l. ) mit ihrer Urkunde und den Medaillen.

Mit zum deutschen Team gehörte auch Matthias Schäfers (17 Jahre) vom St. Michael-Gymnasium aus Bad Münstereifel. Zusammen mit Adrian Lenkeit (16 Jahre) entwickelte Matthias ausgefeilte, auf akustischen Oberflächenwellen basierende Steuereinheiten für Labore im Miniformat, sogenannten Labs-on-a-Chip. Damit ist es den beiden Schülern möglich, kleinste Tropfen berührungslos gezielt zu bewegen, zusammen­zuführen und miteinander zu mischen. So können sie mit geringsten Mengen chemische Reaktionen erzeugen. Ein solches Labor im Miniaturformat ermöglicht nicht nur eine große Platzersparnis, sondern auch eine immense Kostenersparnis bezüglich der eingesetzten Materialien sowie der entstehenden Kosten für die Entsorgung. Betreut wurden die beiden jungen Forscher, die mit ihrer Arbeit auch schon auf dem Bundeswett­bewerb Jugend forscht im Jahre 2015 erfolgreich waren, von Physiklehrer Walter Stein. Weitere Unterstützung erhielten sie von Prof. Dr. Achim Wixforth und seinem Team vom Institut für Physik der Universität Augsburg. Da Adrian Lenkeit kurz vor dem Abflug in die USA erkrankte, musste Matthias das gemeinsam erarbeitete Projekt „Acoustic Microfluidics with tiny Droplets“ in Phoenix alleine präsentieren und sich den bohrenden Fragen von 18 Juroren stellen. Jetzt wurden bei der Special Awards Ceremony die ersten Preise verliehen. Bei der starken und zahlenmäßig sehr großen Konkurrenz war die Freude von Matthias riesengroß, als er auf die Bühne gerufen wurde, um dort den mit 500 Dollar dotieren Preis der Acoustical Society of America entgegen zu nehmen. Zusätzlich erhielt er noch einen Scheck über 300 Dollar als finanzielle Unterstützung für weitere gute Forschungsprojekte am St. Michael-Gymnasium.