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Mit Abstand gemeinsam: Caritas-Bewegungsangebot wird digital

Das Bewegungsangebot für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund wird digital. Jetzt sucht die Caritas gut erhaltene gebrauchte Tablets als Spendengeräte.
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Lydia Honecker (Aktion Neue Nachbarn, Caritas), Barbara Bau van der Straeten (Haus der Familie, Katholische Familienbildungsstätte) und Johanna Strömer (Integrationsagentur, Caritas).

Lydia Honecker (Aktion Neue Nachbarn, Caritas), Barbara Bau van der Straeten (Haus der Familie, Katholische Familienbildungsstätte) und Johanna Strömer (Integrationsagentur, Caritas).

"Gerade im Lock-Down ist Bewegung wichtig. Allein ist man aber häufig nicht so motiviert sich aufzuraffen“, so Johanna Strömer von der Caritas Integrationsagentur. In der Gruppe falle eben vieles leichter. Eine solche Gruppe für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund hatte die Caritas gemeinsam mit dem Haus der Familie in Euskirchen auf die Beine gestellt. „Acht bis zehn Frauen haben sich hier regelmäßig getroffen, um sich gemeinsam zu bewegen und so einen Ausgleich zu ihrem oft schwierigen Alltag zu finden“, berichtet Strömer. Auch sei es für die Frauen wertvoll gewesen, in der Gruppe zusammenzukommen und sich austauschen zu können.

Wöchentliches Angebot meist einiziger sozialer Kontakt außerhalb der Familie

Zumal diese häufig noch in Sammelunterkünften oder kleinen Wohnungen mit ihren Familien lebten, mit wenig Platz und Privatsphäre. „Auf diese oftmals beengten Wohnverhältnisse sind die Frauen nun im Lock-Down zurückgeworfen. Das wöchentliche Bewegungsangebot war für einige der einzige soziale Kontakt außerhalb ihrer Familie“, betont Lydia Honecker, Integrationsbeauftragte der Aktion Neue Nachbarn der Caritas. Deshalb bietet die Caritas gemeinsam mit dem Haus der Familie das Bewegungsangebot künftig digital per Live-Video an. „So können wir gemeinsam unsere Übungen machen, sehen uns und können auch miteinander sprechen“, erklärt Strömer. „Damit das Angebot erfolgreich starten kann, sind wir allerdings auf Hilfe angewiesen“, so Honecker. Viele Frauen hätten kein digitales Endgerät, mit dem sie an dem Kurs teilnehmen könnten. „Ein Handy mit seinem kleinen Bildschirm ist hier schlecht geeignet“, erklärt Strömer. Deshalb sucht die Caritas gut erhaltene gebrauchte Tablets als Spendengeräte. „Die Geräte können ruhig schon etwas älter sein, sollten aber intakt und in der Lage sein mit der Zoom-App für Videokonferenzen zu arbeiten“, so Honecker. Denn diese Software benutzt das Haus der Familien für seine Online-Angebote. Für die Frauen entstehen dabei keine Kosten und die Caritas bietet bei Bedarf technische Unterstützung an. Spenden-Tablets können ab sofort, nach telefonischer oder E-Mail Absprache, kontaktlos im Caritaszentrum für Migration und Flüchtlingshilfe, In den Herrenbenden 1, 53879 Euskirchen abgegeben werden. Infos und Terminvereinbarung: Johanna Strömer / Caritas Integrationsagentur
Tel. 017612251700 / johanna.stroemer@caritas-eu.de


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