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Mit Köpfchen, Muskelkraft und Lichtmaschine

Zülpicher Realschüler haben mit einem Technik-Projekt den dritten Platz beim 3malE-Schulwettbewerb von Westenergie gemacht.
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»Spiele mit dem ‚Raspi‘ so lange du kannst«. Hinter diesem Titel verbirgt sich das Gewinnerprojekt des Technikkurses Jahrgang 9 der Karl-von-Lutzenberger-Realschule Zülpich. Um sich und ihren Mitmenschen vor Augen zu führen, wie schwierig es ist, immer ausreichend Strom bereitzustellen, haben sich die Schüler des Technikkurses ein Projekt für die große Pause ausgedacht. Im Kurs unter der Leitung von Physiklehrer Peter Schick haben die Schüler kurzerhand ein altes Trimm-dich-Fahrrad, oder auch Fahrradergometer genannt, mit einer 12 Volt Auto-Lichtmaschine und einer entsprechenden Steuerelektronik verbunden. Wenn das Rad durch Muskelkraft  angetrieben wird, erzeugt die Lichtmachine im besten Fall ausreichend Strom um damit einem einen Raspberry Pi, kurz »Raspi«, einen simplen Mini-Computer und einen Computerbildschirm zu betreiben. »Zwei Spieler bilden ein Team. Einer muss auf das Trimm-Rad und den Strom für seinen Partner durch Treten bereitstellen. Der zweite Teamplayer darf sich mit einem Spiel auf dem Raspberry Pi mit einem Video-Spiel vergnügen und Punkte sammeln«, sagt Peter Schick. Selbst das  Spiel haben die Schüler selbst programmiert. »Ist der Spieler auf dem Rad erschöpft, dann können die Spieler tauschen und weiter Punkte sammeln. Ist auch der zweite Spieler erschöpft kann der Punktestand notiert werden. Dann gehen der Raspberry und der Monitor aus«, erklärt Peter Schick.

Dritter Platz auf Bundesebene

Für das Projekt ist die Technik-Klasse jetzt mit einem Preis ausgezeichnet worden. Im bundesweiten Wettbewerb 3malE von Westenergie holte der Kurs jetzt den dritten Platz in der Kategorie der Klassen acht bis zehn. »Durch den Wettbewerb wollen wir Schülerinnen und Schülern zeigen, dass ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit Energie immer wichtiger wird. Sie können sich nicht nur kreativ mit Themen aus der Welt der Energie beschäftigen, sondern auch gleichzeitig handfeste Lösungen entwickeln«, erklärt Walfried Heinen, Kommunalbetreuer bei Westenergie. »Wir sind jedes Jahr begeistert darüber, wie vielfältig und innovativ die eingereichten Projekte sind«, so Heinen.  Das Preisgeld für die Karl-von-Lutzenberger-Realschule beträgt 300 Euro.