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Studieren in der Kreisstadt

Bürgermeister Dr. Uwe Friedl freute sich, denn Euskirchen könnte sich als Hochschulstandort etablieren. Bereits im September sollen die ersten Studenten Wirtschaftsinformatik studieren können.
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Alle Beteiligten sind fest von dem Erfolg des neuen Studienganges Wirtschaftsinformatik in Euskirchen überzeugt. Foto: Petra Grebe

Alle Beteiligten sind fest von dem Erfolg des neuen Studienganges Wirtschaftsinformatik in Euskirchen überzeugt. Foto: Petra Grebe

Es ist eine Initiative der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH), des Fraunhofer INT und der Kreissparkasse Euskirchen. »Nach einer Kuratoriumssitzung am Fraunhofer INT fragten wir uns, wie man für mehr Instituts-Nachwuchs sorgen könne, da es immer schwerer wird, qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen«, so Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen (KSK). Nach einigen Diskussionen sei dann die Idee entwickelt worden, eine Aus- und Fortbildung direkt vor Ort anzusiedeln. Becker, der neben seiner Kuratoriumstätigkeit im INT auch Dozent der Rheinischen Fachhochschule Köln am Studienort Schleiden ist, brachte schließlich beide Institutionen mit der Idee zusammen, in Euskirchen einen Studiengang in Wirtschaftsinformatik anzubieten.

Auszubildende und Berufstätige im IT-Bereich 

»Der Bedarf ist da«, betonte Prof. Dr. Martin Wortmann, Präsident der Rheinischen Fachhochschule Köln, und führte als positives Beispiel das FH-Studium in Schleiden an. Die ersten Absolventen konnten kürzlich verabschiedet werden. Der ortsnahe Studienort war für viele Abgänger entscheidend gewesen. Auch in Euskirchen wird es sich um ein berufsbegleitendes Studium handeln. Es richtet sich an Auszubildende und Berufstätige gleichermaßen. Das theoretische Rüstzeug bekommen die Studenten von den Dozenten der Rheinischen Hochschule Köln. Studiengangsleiter Prof. Dr. Thomas Barth: »Im Studiengang Wirtschaftsinformatik vermitteln wir die Fähigkeiten, die IT-Fachkräfte künftig benötigen, um ihre Unternehmen in der Digitalen Transformation nach vorn zu bringen«.

Bundeswehr möchte Studiengang anbieten 

»Digitalisierung ist ein großes Thema unserer Zeit und es bestimmt alle Bereiche unseres Lebens«, betonte Prof. Dr. Dr. Michael Lauster, Leiter des Euskirchener Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen. Mit einem Studienangebot vor Ort erhofft sich das Institut selbst auch dringend benötigte Mitarbeiter zu gewinnen. Daran knüpfte General Roland Brunner an. Er ist Kommandeur des Geoinformationswesen der Bundeswehr am Standort Euskirchen. Die Kooperation mit der Rheinischen Fachhochschule Köln sei gerade in der Prüfung, doch er sei persönlich überzeugt, dass diese positiv ausfallen werde. Etwa Mitte März soll hier die Entscheidung fallen und dann könnten auch Soldaten den Studiengang in Euskirchen belegen.

Junge Leute in Kreisstadt halten 

Mit dem neuen Studienangebot erhofft sich Bürgermeister Friedl auch, junge Leute in der Kreisstadt zu halten und ihnen eine anspruchsvolle Ausbildung bieten zu können. Da in Städten wie Köln die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen, werden Studienmöglichkeiten in der Peripherie immer wichtiger. Der Studiengang Wirtschaftsinformatik ist offen für vorerst 25 Studenten. Alle Beteiligten sind jedoch überzeugt, dass sich der Studiengang fest in Euskirchen etablieren wird. Die Räumlichkeiten werden von der Kreissparkasse angeboten: In der Bahnhofsstraße direkt gegenüber dem Hauptbahnhof.

Beratung zum Studiengang

Infos zum Studium gibt es bei der Rheinischen Fachhochschule Köln (www.rfh-koeln.de). Studieninteressierte können sich zwecks Beratung an Christian Streich (christian.streich@rfh-koeln.de, Tel.: 0221-20302-627), Unternehmer an Adolf Püschel (adolf.pueschel@rfh-koeln.de, Tel.: 0221-20302-8006) wenden.


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