Frederik Scholl

Weiterhin herrscht keine Gewissheit über die Zukunft der Euskirchener Galeria-Filiale

Euskirchen. Nach der Galeria-Insolvenz sollen zwar weniger Filialen geschlossen werden als angekündigt. Dennoch herrscht weiter Ungewissheit. Auch in Euskirchen

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Die Zukunft von Galeria in Euskirchen ist weiterhin unklar.

Die Zukunft von Galeria in Euskirchen ist weiterhin unklar.

Foto: Scholl

Nachdem die Warenhauskette Galeria (ehemals Galeria Karstadt Kaufhof) Anfang November Insolvenz angemeldet hatte, bangen weiterhin mehr als 17.000 Mitarbeiter um ihre Jobs. Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte damals angekündigt rund ein Drittel der 131 Filialen aufgeben zu wollen (wir berichteten). Die Galeria-Unternehmens-Kommunikation hatte im November erklärt, dass es voraussichtlich im Laufe des Januar Klarheit über die Zukunft der Filialen geben werde. Doch die Hängepartie geht offenbar weiter.

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, hätten sich das Galeria-Management und der Gesamtbetriebsrat jedoch im Zuge der Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan auf erste Eckpunkte geeinigt. Bereits jetzt stehe fest, dass die Filialen in der jetzigen Struktur und Anzahl nicht aufrechterhalten werden könnten, heißt es in der Pressemitteilung des Konzerns.

Insbesondere von den Verhandlungen mit den Vermietern hänge ab, welche Filialen von Galeria weiterbetrieben werden können oder geschlossen werden müssen. Zudem hätten mehrere Bieter Interesse an der Übernahme von Filialen geäußert. "Eine nahtlose Weiterbeschäftigung bei einem Erwerber bietee den Mitarbeitenden weitere berufliche Perspektiven", heißt es in der Mitteilung weiter.

Weniger Filialen von der Schließung bedroht

Aufgrund der laufenden Gespräche mit Vermietern und möglichen Erwerbern stehe zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest, welche Filialen weiterbetrieben oder geschlossen werden. Vor diesem Hintergrund hätten sich das Galeria-Management und der Gesamtbetriebsrat auch darauf geeinigt, einzelne Standorte nicht zu kommentieren. Die Zahl der Filialen, von der Schließung bedroht sind, habe jedoch nach Angaben der Galeria-Pressetelle deutlich reduziert werden können. Welche Filiale bleiben und welche geschlossen werden, ist damit weiterhin unklar.

Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Guido Mager blickt positiv in die Zukunft "Mit dieser Einigung haben wir gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat eine wesentliche Weichenstellung für das Fortbestehen von GALERIA und die erfolgreiche Umsetzung unseres Sanierungsplans erreichen können"


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