Fridolin

Wie viel Taschengeld ist sinnvoll?

Für Mama & Papa. Taschengeld ist ein wichtiger Bestandteil der Kindererziehung. Oft sind sich Eltern allerdings nicht sicher, wie hoch das Taschengeld bemessen sein soll und wie und wann es ausgezahlt werden soll. Hier ein paar wichtige Tipps.

Warum ist Taschengeld so wichtig?

Durch den frühzeitigen Umgang mit Geld lernen Kinder schön früh, verantwortungsvoll mit ihrem Geld umzugehen und es sich gut einzuteilen. Das Taschengeld dient dazu, individuellen Wünschen nachzukommen. Dies können zum Beispiel Spielsachen oder ein Kinobesuch sein. Alltägliche Dinge, wie Schulsachen, sollten nicht zu Lasten des Taschengeldes gehen und weiterhin von den Eltern bezahlt werden. Wichtig ist auch, dass Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und das Taschengeld regelmäßig und pünktlich auszahlen. Kinder bis ins Alter von 9 Jahren sollten das Taschengeld besser wöchentlich bekommen, ab 10 Jahren empfiehlt sich dann eine monatliche Auszahlung. Die Höhe des Taschengeldes ist natürlich grundsätzlich jedem selbst überlassen und hängt auch von der finanziellen Situation der Eltern ab. Wer eine Richtschnur haben möchte, kann hierzu die Empfehlung des Jugendamtes zu Rateziehen (siehe Taschengeldtabelle 2019).

Schon früh Sparen lernen

Eltern sollten ihren Kindern anhand ihres eigenen Gehalts erklären, woher das Geld kommt und wofür man es im Laufe des Monats wieder ausgibt, also Miete, Strom, Wasser und so weiter. Ebenso wichtig ist es, früh das Thema „Sparen“ anzusprechen. Für Jugendliche ab 12 Jahren ist es ratsam, dass die Eltern ein Girokonto eröffnen und das Taschengeld dorthin überweisen. So lernen Jugendliche schon früh, einen Überblick über ein Konto zu haben und dort möglicherweise auch etwas anzusparen. Falls noch zusätzlich Geld bei einem Schülerjob verdient wird, kann dies auch auf das eigene Konto eingezahlt bzw. dort gespart werden. Konten für Minderjährige dürfen übrigens grundsätzlich nicht überzogen werden. Bei der Errichtung eines Girokontos für Jugendliche helfen die verschiedenen Banken gerne weiter und bieten eine Beratung für Eltern und Kind an.

Taschengeld nicht zur Bestrafung kürzen

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass Taschengeld nicht zur Bestrafung aufgrund eines Fehlverhaltens oder einer schlechten Schulnote gekürzt werden sollte. Ebenso sollte es aber auch nicht wegen guter Leistungen erhöht werden. Es darf nicht zu einem Druckmittel der Erziehung werden. Laut des Deutschen Jugendinstituts wäre dies kontraproduktiv im Hinblick auf das Ziel, dass Kinder mit einem festen Budget, über das sie verlässlich verfügen können, den Umgang mit Geld frühzeitig lernen.

Kindesalter (Jahre)Taschengeld
4-50,50 € pro Woche
6-71,50 € pro Woche
8-92-3 € pro Woche
10-1113-16 € pro Monat
12-1318-22 € pro Monat
14-1525-30 € pro Monat
16-1735-45 € pro Monat
1870 € pro Monat

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