Fridolin

Schnuller abgewöhnen, aber wie?

Fridolins Kinderstube. Weg mit dem Schnuller, aber bitte ganz langsam!

Den Schnuller oder manchmal auch Nuckel genannt, lieben alle Babys und Kleinkinder, denn er ist der beste Tröster und auch eine tolle Hilfe zum Einschlafen, was natürlich gerade den Eltern zu Gute kommt. Die meisten Kinder in Deutschland werden mit einem Schnuller groß. Einige von ihnen legen ihn nach der Zeit einfach weg und kommen gut ohne ihn aus. Doch bei vielen klappt das nicht so reibungslos und es gibt oft großes Geschrei, wenn man ihnen den geliebten Schnuller wegnimmt. Diese Phase kann für die Eltern dann sehr nervenaufreibend sein. Wir haben Tipps & Tricks zum Thema Abgewöhnen des Schnullers oder Nuckel für Sie zusammengestellt.

Nuckeln wirkt beruhigend

Der Saugreflex ist bei jedem Menschen angeboren. Das Nuckeln dient dem Baby jedoch nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern hat auch eine entspannende und beruhigende Wirkung auf das Baby. Dem Baby fällt das Einschlafen in der Nacht deutlich leichter. Normalerweise nutzt das Kind, wenn es nicht mehr gestillt wird, den Daumen für diese Entspannungsübung. Doch nach Meinung der Experten kann dies unter Umständen zu Fehlstellungen der Zähne führen. Man hat die Erfahrung gemacht, dass das Saugen am Schnuller früher vom Kind aufgegeben wird als das Daumenlutschen. Doch irgendwann muss auch mit dem Schnuller Schluss sein. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, den Schnuller wegzunehmen und wie schafft man es, dass die kleinen Kinder dann nicht später unglücklich sind?

Eine Entwöhnungsphase ist wichtig

Denken Sie immer daran: Das Kind hat sich an den Schnuller gewöhnt und möchte ihn nicht missen. Deshalb ist eine langsame Entwöhnungsphase, in der es sich allmählich vom Schnuller trennt, ganz wichtig. Jeden Tag sollte es über einen Zeitraum von etwa drei Wochen eine geringere „Nuckelzeit“ geben. Als Faustformel gilt: Spätestens bis zum dritten Geburtstag sollte das Kind den Schnuller abgegeben haben. Denn zu viel Schnuller schadet den Zähnen und behindert Kinder beim richtigen Sprechen. Gut ist es, wenn man bereits in der Entwöhnungsphase eine Alternative für den Schnuller anbietet. Hierzu eignet sich hervorragend ein Beißring, der zudem noch gut für die ersten Zähnchen und das Zahnfleisch ist, denn hier wird nicht mehr gesaugt, sondern gekaut. So wird der Saugreflex, den der Schnuller ausgelöst hat, durch den jetzt wichtigen Kaureflex beim Zahnen ersetzt. Entwöhnung in Form eines Beißrings oder Kuscheltiers hilft, das Kind an einen sanften Übergang zu gewöhnen. Der Beißring unterstützt zudem Ihr Kind gerade beim Zahnen.

Die Schnullerfee beauftragen, den Nuckel entgegenzunehmen

Falls das Entwöhnen von Nuckel oder Daumen nicht auf Anhieb bei Ihrem Kind funktioniert, klappt es vielleicht mit dem nächsten Tipp: Bieten Sie Ihrem Kind ein Ritual an wie das der Schnullerfee. Die Schnullerfee schenkt Ihrem Kind im Gegenzug zu seinem Schnuller ein anderes Geschenk (beispielsweise einen Beißring). Der nächste Tipp: Versuchen Sie die Entwöhnung Ihres Kindes mit der Familie zu feiern, weil Ihr Kind jetzt kein Baby mehr ist. So lernt das Kind, dass die Zeit gekommen ist, den Schnuller weg zu legen. Zahn und Zahnfleisch wird es dem Kind später danken. Sie dürfen sich bald wieder daran gewöhnen, in der Nacht einschlafen zu können, ohne Ihrem Kind den Schnuller überlassen zu müssen. Egal wie Sie sich als Eltern entscheiden: Haben Sie auf jeden Fall Geduld mit ihrem Kind, denn es ist ja für niemanden – egal ob Groß oder Klein – einfach, etwas Liebgewonnenes herzugeben!

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