Andreas Bender

Abschlussbericht Polizei: Friedliche Nature One 2022

Kastellaun. Auch nach der Auswertung der polizeilichen Vorgänge, blickt die Polizeidirektion Koblenz auf eine friedliche Veranstaltung Nature One 2022 zurück.
Bilder
Das Camping-Village der diesjährigen Nature One.

Das Camping-Village der diesjährigen Nature One.

Foto: I-Motion

Insgesamt wurden durch die Polizei 630 Strafanzeigen erfasst, welches ein vergleichbares Niveau zu der Veranstaltung vor der Pandemie im Jahr 2019 zeigt. Im Jahr 2019 wurden 620 Strafanzeigen insgesamt aufgenommen. Etwa 90 Prozent der Strafanzeigen machte auch in diesem Jahr Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aus.

 

Bei einer Kontrolle auf dem Campingareal konnte eine Personengruppe festgestellt werden, bei der sich der Verdacht des Handelns mit Betäubungsmittel ergab. Bei einer entsprechenden Durchsuchung der Personen und mitgeführten Gegenständen konnten etwa 700 Ecstasy Tabletten sowie 260 Gramm Marihuana aufgefunden werden. Weiterhin konnten den Personen Händlerutensilien sowie eine größere Menge von Bargeld zugeordnet werden. Die Personen wurden vorläufig festgenommen. Nach Anschlussmaßnahmen und Sachvortrag bei der Staatsanwaltschaft wurde auf eine richterliche Vorführung verzichtet.

 

Zu einem weiteren größeren Fund von Betäubungsmittel kam es an der Kontrollstelle am Hauptbahnhof in Koblenz. Im Rahmen einer Personenkontrolle konnten bei der Person diverse Betäubungsmittel aufgefunden werden. In einer Reisetasche, die mitgeführt wurde, konnten hierzu weitere Betäubungsmittel aufgefunden werden. Hierunter fallen u.a. etwa 250 Ecstasy-Tabletten, nicht geringe Menge von Marihuana, Haschisch sowie Amphetamin. Gegen die Person wurde nach richterlicher Vorführung ein U-Haftbefehl erlassen. Insgesamt wurden durch die Polizei 15 freiheitsentziehende Maßnahmen veranlasst. Diese hatten nicht alle strafrechtlichen Charakter, sondern auch präventive Hintergründe.

 

Zur Überwachung des Straßenverkehrs wurden mehrere Kontrollstellen sowie mobile Verkehrskontrollen durchgeführt. Diese polizeilichen Maßnahmen waren insbesondere drauf ausgerichtet, das Führen von Kraftfahrzeugen unter Alkohol-oder Drogeneinfluss zu verhindern. Im Rahmen der Kontrollen konnten insgesamt 117 Fahrzeugführer festgestellt werden, die aufgrund des vorgenannten Konsums keine entsprechende Fahrtüchtigkeit vorweisen konnten. Die Personen erwarten ein entsprechendes Ordnungs-bzw. Strafverfahren sowie ein Fahrverbot.

 

In Rahmen des Festivals musste nur eine geringe Anzahl an Eigentums- und Gewaltdelikten wahrgenommen werden. Die polizeilichen Schutzmaßnahmen wurden von den zahlreichen Festivalbesuchern begrüßt, sodass keine nennenswerten Störungen zu verzeichnen waren. Die gute und friedliche Stimmung auf dem Festival zeigte sich auch in der guten Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter, der Genehmigungsbehörde und der Polizei.