Andreas Bender

Einsegnung des Heiligenhäuschen "Am Wiebelsborn"

Emmelshausen. Zwei Jahre nach dem Neuaufbau des Heiligenhäuschen "Am Wiebelsborn" hat Pastor Christian Adams das kleine Bauwerk eingesegnet.

Bilder

Heiligenhäuschen (auch Bildstock genannt) und Wegekreuze gehören mit zum Orts- und Landschaftsbild unserer Heimat. Sie sind sichtbare Zeichen der Verbundenheit zum christlichen Glauben, dienen als Orte der Ruhe und Besinnung. Nicht selten wurden sie als Dank oder Erinnerung an eine persönliche oder familiäre Begebenheit errichtet und gepflegt. Oftmals waren schlimme Ereignisse wie Epidemien oder der Dank an Gott und die Gottesmütter damit verbunden.

 

Die Orte werden heute meist durch Privatpersonen, gesellschaftliche Gruppen und auch Kirchengemeinden betreut, was sich in der Erneuerung von Blumenschmuck und Kerzenlichtern zeigt. Manchmal wird einfach eine schlicht gute Tradition weitergeführt. So wurde das an dem früheren Wirtschaftsweg zwischen Basselscheid und Liesenfeld, der heutigen Straße "Am Wiebelsborn", befindliche Heiligenhäuschen, das vermutlich zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg errichtet wurde, vor zwei Jahren neu aufgebaut. Alter und andere Einflüsse hatten dazu geführt, dass es baufällig war und einzustürzen drohte.

 

In einer schönen Gemeinschaftsaktion, initiiert und unterstützt durch Norbert Monnerjahn, haben die Anwohner Kurt Hickmann und Sohn Heiko das Bauwerk fachmännisch und nahezu originalgetreu in vielen Stunden wiederaufgebaut. Die Klinkersteine wurden von der Bauunternehmung Sonntag zur Verfügung gestellt, die Herstellung des Kupferdachs von der Dachdeckerei Reiner Dörth übernommen.

 

Jetzt, nach zwei Jahren seines Neuaufbaus und verzögert durch die Corona bedingten Einschränkungen, hat Pastor Christian Adams das kleine Bauwerk unter Teilnahme der Nachbarschaft eingesegnet.


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