Andreas Bender

Hallenbad Simmern: Fertigstellung im Frühjahr (Video)

Simmern. Auch der Neubau des Hallenbades in Simmern hat mit Lieferengpässen zu kämpfen, soll aber im Frühjahr fertiggestellt werden.

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Betriebsleiter Wolfram Raible (li.) und Bürgermeister Michael Boos besichtigen die Baustelle.

Betriebsleiter Wolfram Raible (li.) und Bürgermeister Michael Boos besichtigen die Baustelle.

Foto: Bender

»Aktuell sieht es so aus, dass die Arbeiten bis Ende Frühjahr abgeschlossen sind«, sagt Michael Boos, Bürgermeister der VG Simmern-Rheinböllen. Durch die Inflation werden die Kosten (inklusive des Abrisses des alten Bades) letztlich wohl bei 12,5 Millionen Euro liegen, schätzt er. Zu Baubeginn waren 10 Millionen veranschlagt. Die Besucher des neue Sport- und Familienbades dürfen sich auf ein modernes Schwimmbad freuen mit sechs Bahnen, einer Breitenrutsche, einem 3-Meter-Turm sowie Wasserspiele und Bereiche für Kleinkinder.

 

Ins Auge fällt, dass viel Holz an Decken und Wänden verarbeitet wurde. Eher ungewöhnlich in Feuchträumen, entspricht aber modernen Bauweisen und sorgt für eine angenehme Akustik. »Wir haben uns im Vorfeld verschiedene Bäder angeschaut«, sagt Betriebsleiter Wolfram Raible. »Die Lüftungsrohre sind aus Stoff und lassen die Luft nach unten ab; die feuchte Luft wird ebenerdig abgesaugt.« Das Becken (1 200 Kubikmeter Fassungsvermögen) befindet sich im Erdgeschoss, somit finden die Gäste den Zugang zum Bad im ersten Obergeschoss, per Treppe oder barrierefrei via Aufzug. Auch Parkflächen sollen ausreichend vorhanden sein zwischen Hallenbad und Rathaus, sagt Raible.

 

Bereits vor der Energiekrise, war klar, dass das Einsparen von Energie einen hohen Stellenwert hat. So wurde sich beim Bau am Passivhaus-Standard orientiert und das Blockheizkraftwerk (BHKW) am alten Hallenbad versorgt auch das künftige mit Storm und Nahwärme.

 

Vor dem Abriss des alten Hallenbades soll ein substantieller Teil des Wassers aus dem alten ins neue Becken gepumpt werden. Durchaus sinnvoll, bedenkt man, dass das Wasser kontinuierlich gefiltert, aufbereitet und aufgeheizt wird. »Pro Badegast kommen dann etwa 30 Liter Frischwasser dazu«, sagt Reible. Das heißt aber auch: Zwischen der Schließung des alten Bades und der Neueröffnung werden rund sechs Wochen liegen, in denen in Simmern kein Hallenbadbetrieb angeboten werden kann, schätzt Boos.

 


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