Robert Syska

Nach Renovierung: Marienkapelle ist wieder eingesegnet.

Rheinböllen. Nach einjähriger Restaurierung hat Weihbischof Jörg Michael Peters die neugotische Marienkapelle im Puricelli-Stift wieder eingesegnet.
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Weihbischof Jörg Michael Peters und der Stiftungsrat freuen sich über die gelungene Restaurierung des Kulturdenkmals.

Weihbischof Jörg Michael Peters und der Stiftungsrat freuen sich über die gelungene Restaurierung des Kulturdenkmals.

Foto: Dieter Junker

"Die Marienkapelle ist wahrlich ein besonderes Kleinod und ein imposantes Bauwerk", sagte Peters sichtlich beeindruckt. Es sei wunderbar, wie Stift und Kapelle ganz im Sinne der Stifterin Franziska Puricelli weiter gepflegt würden. "Die Arbeit hier im Puricelli-Stift hat sich über die Jahre hinweg verändert, begonnen als Waisenhaus, heute als Ort eines betreuten Wohnens und der Altenpflege. Aber immer stand und steht die Zuwendung zu den Menschen im Mittelpunkt", so der Weihbischof.

Die Restaurierung der Marienkapelle und deren Wiedereröffnung sei ein wichtiges Zeichen, dass das Erbe von Franziska Puricelli weitergetragen wird und dass das Stift hier auch weiterhin an der Seite der Menschen stehe. Der Weihbischof dankte allen, die daran beteiligt waren, "dieses Kulturdenkmal in seiner ursprünglichen Art zu erhalten." Auch freue er sich, dass die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz die Einrichtung übernommen haben und indische Ordensschwestern eingezogen sind.

Die von 1887 bis 1891 nach Plänen des Kölner Architekten Heinrich Johann Wiethase erbaute Marienkapelle ist Teil des Puricelli-Stiftes mit dem ursprünglichen Waisenhaus und dem späteren Krankenhaus im Seitenflügel. Hauptstifterin war die 1886 verstorbene Franziska Puricelli, die in einem Sarkophag in der Gruft unter der Marienkapelle beigesetzt wurde. Die denkmalgeschützte und reichhaltig ausgestattete Kapelle ist ein wichtiges kulturelles Zeugnis des späten 19. Jahrhunderts mit einer Bedeutung, die weit über den Hunsrück hinausreicht. Zuletzt wurde die Kapelle Ende der 1960er Jahre renoviert, allerdings war nun eine erneute Sanierung erforderlich. Dazu gehörten unter anderem die Erneuerung der elektrischen Anlagen, ein neuer Innenanstrich, das Schließen von Rissen, die Restaurierung der Kunstgegenstände und des Altares sowie die Instandsetzung der wertvollen Kirchenfenster.