Andreas Bender

Nature One: 60 000 Raver feiern “like nowhere else”

Kastellaun. Nach drei Jahren Pause feiern 60 000 Raver friedlich vier Tage und drei Nächte bei Nature One. Veranstalter und Polizei ziehen eine positive Bilanz.
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Nach drei Jahren ist Deutschlands traditionsreichstes Open-Air-Festival zurück: 60 000 Raver feierten am Wochenende bei Nature One. Unter dem Motto „like nowhere else“ wurde ab Donnerstag die 26. Ausgabe gefeiert.

 

Auf der ehemaligen US-Raketenbasis, mitten im beschaulichen Hunsrück, standen 350 (inter-)nationale DJs – darunter Top-Stars wie Charlotte de Witte, Paul van Dyk, Alle Farben und Sven Väth – auf den Bühnen von 22 Floors. Neben den vier großen Headfloors mit Platz für jeweils mehrere Tausend Feiernde boten die kleineren Clubfloors in und auf den Bunkern echtes „Underground-Feeling“. Präsentiert wurden diese von Clubbetreibern, Veranstaltern und Labels aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Techno, House, Hardcore, Trance, Trap - die komplette Bandbreite der elektronischen Musik war vertreten.

 

„Viele Herausforderungen unter anderem bei der Materialbeschaffung oder Personalmangel haben die Vorbereitungen in diesem Jahr außergewöhnlich erschwert. Trotz aller Widrigkeiten konnten wir mit den NatureOne-Fans ein großartiges Festival feiern. Dies war nur möglich durch eine sensationelle Gemeinschaftsleistung des rund 40-köpfigen I-Motion Teams. Und durch den unermüdlichen Einsatz unserer Dienstleister und Partner“, resümiert Oliver Vordemvenne vom Veranstalter I-Motion.

 

Insgesamt zieht auch die einsatzführende Polizeidirektion Koblenz eine positive Bilanz zur diesjährigen Veranstaltung. Wie üblich begann bereits vor offiziellem Start die Anreise am Donnerstag zum "Camping-Village" und dem Opening auf dem Campingplatz. Ein abgestimmtes Verkehrskonzept sorgte für eine weitestgehend reibungslose An- und Abreise der Techno-Fans. Verzögerungen und lange Wartezeiten konnten durch dessen Umsetzung und eine entsprechende Verkehrslenkung vermieden und die Straßen rund um Kastellaun für den Regionalverkehr freigehalten werden.

 

Für die Sicherheit sorgten zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei Rheinland-Pfalz zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, des Landeskriminalamtes, des Saarlandes und unseren Nachbarländern Niederlande, Belgien und Luxemburg. Auch die Zusammenarbeit mit nichtpolizeilichen Organisationen wie THW, DRK, Feuerwehr, Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück und dem Veranstalter gestaltete sich wieder einmal hervorragend und trug zu einem gelungenen Gesamteinsatz bei.

 

Die Feierlaune war ausgelassen, die Campingplätze gefüllt. Insgesamt war der Verlauf der Veranstaltung aus polizeilicher Sicht friedlich. Wie auch in den Vorjahren führten die durchgeführten Kontrollen zum Auffinden von verbotenen Substanzen, sprich Betäubungsmittel, und verbotenen Gegenständen, die nicht zur "Standardausstattung" eines Festivals gehören und somit nicht mitgeführt werden dürfen. Die polizeilichen Maßnahmen sind insbesondere auch darauf ausgerichtet, das Führen von Kraftfahrzeugen unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss zu verhindern. Der Polizeiführer PD Björn Neureuter: "Es ist bedauerlich, dass trotz der bekannten Gefährlichkeit des Fahrens unter Drogeneinfluss schon bis Samstagabend 52 Verkehrsteilnehmer festgestellt wurden, bei denen eine entsprechende Fahruntüchtigkeit gegeben war. Diese müssen sich nun auf ein Fahrverbot einstellen."

 

Lobend hervorheben möchte die Polizei aber die Kooperationsbereitschaft der Festivalbesucherinnen und -besucher, die den Beamten gegenüber aufgeschlossen waren. Die Verkehrskontrollen konnten so bei den heißen Temperaturen zügig und ohne besondere Vorkommnisse abgewickelt werden.

 

Im nächsten Jahr wird Nature One vom 4. bis 6. August stattfinden.