Andreas Bender

Neuer Kreisverkehr kostet 1,45 Millionen Euro

Kastellaun/Kümbdchen. Die Bauarbeiten in Kastellaun sollen bis November dauern. Die Straßenbauarbeiten in Kümbdchen liegen im Zeitplan.
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Christian Keimer zeigt den künftigen Straßenverlauf.

Christian Keimer zeigt den künftigen Straßenverlauf.

Foto: Bender

Kastellaun erhält einen neuen Kreisverkehr am Ortseingang Richtung Laubach. Mitte Juli haben die Arbeiten am Knotenpunkt der L 219/Laubacher Straße sowie der Südstraße und Raiffeisenstraße begonnen. Seither ist dieser Bereich voll gesperrt. »Die ersten Bestrebungen gehen in die Zeit meines Vor-Vorgängers Fritz Frey zurück«, sagt Bürgermeister Christian Keimer. »Da es sich hier auch um eine Landesstraße handelt, mussten wir warten bis die L 219 im Landesstraßenbauprogramm aufgenommen wurde. Ich bin froh, dass das Projekt jetzt endlich umgesetzt wird, um den Verkehr zu entschärfen.«

 

Der fertige Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Fahrbahnbreite von 5,40 Meter verbindet die L 219 mit den beiden Stadtstraßen. Dafür wird der Verlauf der Raiffeisenstraße in diesem Bereich verändert und auf die Höhe der L 219 abgesenkt. So wird der Radweg später sowohl die Laubacher Straße als auch die Raiffeisenstraße queren. Laut der Ausschreibung werden bei den Arbeiten rund 5 000 Kubikmeter Boden bewegt. Läuft alles nach Plan, soll bis Ende November alles fertig sein. Kostenpunkt der Baumaßnahme: 1,45 Millionen Euro. Der städtische Anteil beläuft sich auf 423 000 Euro.

 

»Zudem investiert die Stadt noch einmal rund 276 000 Euro für Kanalanbindungen in zwei noch nicht erschlossenen Gebieten«, sagt Keimer. »Zwischen dem Burgstadthotel und der L 219 wird eine neue Kita entstehen mit 90 Plätzen. Die Planungsleistungen sollen im September vergeben werden. Nördlich der L 219 richtet sich die Stadt für ein perspektivisches Neubaugebiet.«

 

Mit der Baumaßahme in Kastellaun ist die Verbindung zwischen der Burgstadt und Simmern im zweiten Halbjahr eingeschränkt. Denn die Ortsdurchfahrt Kümbdchen ist wegen umfassender Straßenbaumaßnahmen weiter gesperrt. Diese liegen aber weitestgehend im Zeitplan, wie der LBM auf Nachfrage bestätigt. Verzögerungen gab es bisher bei der Sanierung der Kondbachbrücke aufgrund von nicht absehbaren Mehrarbeiten.

 

Aktuell geht man davon aus, dass die Arbeiten bis Weihnachten soweit abgeschlossen sind, dass die Strecke über die arbeitsfreie Winterzeit wieder freigegeben werden kann. Ob für Restarbeiten 2023 erneut eine Vollsperrung eingerichtet werden muss, bleibt abzuwarten.