Andrea Wagner

Rhein überflutet St. Goar und Oberwesel

Seit dem Nachmittag dringt Wasser in die Innenstadt von St. Goar ein. Auch die tiefer gelegenen Teile von Oberwesel stehen unter Wasser. Erst am Dienstag wird der Scheitelpunkt der Flutwelle erwartet.

Noch ist das Schlimmste am Mittelrhein nicht überstanden. Wegen der anhaltenden Regenfälle im Süden Deutschlands wälzt sich der Hochwasserscheitel rheinabwärts. Der aktuelle Pegelstand in Kaub (13 Uhr) ist derzeit bei 6,85 Meter, erwartet wird ein Höchststand von rund 760 Zentimeter am morgigen Dienstag. Seit dem Mittag läuft das Wasser in die Innenstadt von St. Goar. Nach Angaben von Stadtbürgermeister Walter Mallmann stehen zahlreiche Keller unter Wasser. Viele Anwohner könnten ihre Häuser nur noch über einen Steg in der Innenstadt erreichen. Die Feuerwehr bringt Bewohner mit Schlauchbooten zu dringenden Arztterminen. In Oberwesel sind die unteren Bereiche der Stadt überflutet. Probleme bereiten laut Stadtverwaltungen so genannte Hochwasser-Touristen. Viele ignorierten die Absperrungen um das Hochwasser zu fotografieren. Am Wochenende erreichten die ersten Fluten das Mittelrheintal.  Bereits am Samstag wurden zahlreiche Campingplätze entlang des Rheins evakuiert, darunter auch die Plätze am Bopparder Hamm, St. Goar und Oberwesel. Die Rheinfähren St. Goar und Boppard sind außer Betrieb. Sonntagnachmittag musste die B9 gesperrt werden. Die B9 ist ab Bingen in Richtung Koblenz gesperrt. Ab Oberwesel ist die Straße komplett überflutet. Fotos: Arno Boes