Andreas Bender

Rheinböller Tierpark hat Angebot der Tierparkschule ausgebaut

Rheinböllen. Die Pandemie hat der Tierpark Rheinböllen genutzt, gemäß dem Bildungsauftrag, das Angebot seiner Tierparkschule auszubauen.

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Kompakte Info zu großen und kleinen Tieren: Nicht nur die Informations-Tafeln sind in der Pandemie erneuert worden, sagen Biologin Henrieke Böß und Tierpark-Chef Kristof Fröhlich.

Kompakte Info zu großen und kleinen Tieren: Nicht nur die Informations-Tafeln sind in der Pandemie erneuert worden, sagen Biologin Henrieke Böß und Tierpark-Chef Kristof Fröhlich.

Foto: Bender

Die letzten zwei Jahre mit Lockdowns und Pandemie-bedingten Einschränkungen haben viele Bereiche hart getroffen. Dazu zählen auch Zoos und Tierparks. Trotz aller Probleme, hat der Rheinböller Tierpark die Zeit aber auch genutzt. Neben Gehege-Instandsetzungen (die regelmäßig anfallen) wurden die Info-Tafeln im Park erneuert und die Tierparkschule ausgebaut. "Wir haben als Tierpark auch einen Bildungsauftrag", sagt Park-Chef Kristof Fröhlich. "Den wollten wir verbessern und mehr über die Tiere sowie Natur- und Artenschutz informieren."

 

Das gelang vor allem durch die "neuen" im Tierpark: Henrieke Böß und Ebru Fetzer. Die beiden Biologinnen sind in den letzten zwei Jahren zum Rheinböller Team gestoßen und kennen sich seit ihrem Studium in Mainz. "Bei den Angeboten im Rahmen der Tierparkschule war uns wichtig, dass die Kinder viel Spaß haben und dabei auch viel an Wissen mitnehmen", sagt Böß. Neben den Ferienprogrammen werden unter anderem auch Führungen, Tierpark-Rallye, Vorträge und Tierpfleger-Workshops angeboten - die Inhalte werden altersgerecht vermittelt. Und natürlich stehen auch bedrohte Arten im Blickpunkt der Tierparkschule. Wer sich für Angebote interessiert, kann sich direkt an den Tierpark wenden.

 

Der außerschulische Lernort Tierpark wird auch in Kooperationen mit Schulen aus der Region gelebt. Diese finden hier im Park Platz für Tier- und Naturprojekte, wie etwa das Meerschweinchen-Gehege der Rheinböller Puricelli-Schule, die im normalen Schulbetreib nicht umzusetzen wären. Die neuen Info-Tafeln im Rheinböller Park folgen der Devise, Wissen kompakt zu vermitteln. "Wir wollten keine überfüllten Texttafeln, sondern die Key Facts über die Tiere schnell und übersichtlich begreifbar zu machen", sagt Böß. "Daher sind diese auch mit Fotos und Symbolen ausgestattet." Das kommt bei Groß und Klein gut an.

 

Die letzten zwei Jahre waren auch eine Herausforderung. Schon der erste Lockdown im Frühjahr 2020 hatte Spuren hinterlassen. "April und Ostern ist unsere umsatzstärkste Zeit. Da mussten wir finanzielle Einbußen hinnehmen", sagt Park-Chef Kristof Fröhlich. "Glücklicherweise hatten wir dann aber einen guten Sommer. Man hat gemerkt: Die Leute wollen wieder raus." Beim zweiten Lockdown im Winter wurden es - nicht nur dem Tierpark Rheinböllen - dann doch etwas mulmig. "Damit hatten wir nicht gerechnet, gerade da sich bei uns alles unter freiem Himmel abspielt", sagt Fröhlich.

 

Die Tiere müssen 365 Tage im Jahr versorgt werden. Ebenso müssen die Gehege in Stand gehalten werden. Finanzieren muss sich der Park fast gänzlich durch die Besuchereinnahmen. Daher haben Fröhlich und sein Team sich riesig über die große Unterstützung gefreut. "Es gab viele Geldspenden, da war alles dabei, unter anderem Briefumschläge mit Geld, ein Spendenlauf der Puricelli Schule und Kinder, die ihr Sparschwein brachten", sagt er. "Dazu kamen zahlreiche Futterspenden, sowie die Unterstützung von regionalen Firmen in allen möglichen Bereichen. Wir freuen uns sehr über den Rückhalt in der Region, den wir erfahren durften und danken allen Unterstützern. Das ist nicht selbstverständlich." Diese Erfahrungen lassen das gesamte Tierpark-Team zuversichtlich in die Zukunft blicken.

 

www.tierpark-rheinboellen.de