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Sieg und Niederlage für den Hunsrück

Last-Minute-Sieg für den FC Karbach, bittere Niederlage für den TSV Emmelshausen – so sieht die Bilanz der beiden Hunsrück-Clubs für das letzte Wochenende aus.
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Das Kellerduell der Tabelle zwischen Emmelshausen (weiß) und Diefflen wurde intensiv geführt. Am Ende hatte der TSV das Nachsehen. (Foto: Arno Boes)

Das Kellerduell der Tabelle zwischen Emmelshausen (weiß) und Diefflen wurde intensiv geführt. Am Ende hatte der TSV das Nachsehen. (Foto: Arno Boes)

Von Arno Boes. Beim TSV spürte man den Willen, an das gute Heimspiel gegen RW Koblenz anzuschließen. Dem FV Diefflen ließ man kaum eine Chance zum eigenen Angriff. Immer wieder spielten sich die Hunsrücker vor dem Tor frei und als Tobias Lenz in der 18. Minute per Freistoß das 1:0 für die Gastgeber erzielte, schien ein Sieg greifbar. Die erste halbe Stunde gehörte Emmelshausen und eigentlich hätte es 3:0 stehen müssen. Tatsächlich aber stand es 1:2 für die Gäste aus dem Saarland. Und dafür war deren Torjäger Fabian Poß mit einem Doppelschlag in der 25. und 30 Minute verantwortlich. Die TSV-Hintermannschaft ließ ihm zu viel Spielraum und gab damit den Vorsprung her. Das Spiel wurde intensiver, denn die beiden Treffer bauten den Tabellenletzten aus Diefflen auf. Zweikämpfe gab es reichlich im Mittelfeld, Torraumszenen nur noch selten. Daran änderte auch nicht der Einsatz von TSV-Neuzugang Jeremy Heyer, der gute Ansätze zeigte, mit denen er sicher eine Verstärkung für den TSV ist. Emmelshausen gab nicht auf, der Ausgleich wäre wohl auch verdient gewesen, aber die Verwertung der Chancen war schon wie in der vorherigen Oberligaspielen eher mangelhaft. Als dann in der 84. Minute das 1:3 fiel, war die Partie entschieden, das 1:4 in der 89. Minute nur noch Kosmetik. „Es hätte nach zwanzig Minuten 3:0 für uns stehen müssen. Ich weiß noch nicht, warum wir so viele Chancen liegen lassen, aber das ist der wunde Punkt, an dem wir arbeiten müssen“, so Trainer Julian Feit nach dem Spiel. Mit der Niederlage fiel der TSV auf den letzten Tabellenplatz zurück. Die Aufgabe für den FC Karbach schien doch etwas schwerer, hatte man gegen den SC-Idar-Oberstein in der vorigen Saison nur mit Mühe einen Punkt geholt. Trainer Torsten Schmidt hatte seine Mannschaft deshalb zunächst sehr defensiv eingestellt. Denen schmeckte die Taktik der Karbacher nicht so richtig, denn damit mussten sie das Spiel machen und liefen Gefahr, gefährliche Konter der Karbacher zu ermöglichen. Auf dieser Basis lief das Spiel vor allem im Mittelfeld ab, Strafraumaktionen blieben eher Mangelware. Erst in der 71. Minute konnten die Gastgeber jubeln, mit 1:0 gingen sie in Führung. Aber schon acht Minuten später kam die Ernüchterung, ein Eigentor des SC führte zum Ausgleich. Dazwischen lag eine gelb-rote Karte für den SC (73. Minute) wegen eines Revanchefouls, was dem FC Karbach noch einmal neue Möglichkeiten eröffnete. Auf der linken Angriffsseite gewann der FC Übergewicht, erzwang quasi den Ausgleichstreffer. Auch in der 91. Minute kam Karbach über links mit Tim Puttkammer. Seinen weiten Pass hielt David Eberhardt gerade noch im Spielfeld, wo der Ball nach einem Schuss an den Pfosten prallte. Dort wollte ihn der SC-Torwart unter sich festhalten, doch Karbachs Linus Peuter spitzelte den Ball vorher noch weg und schob ihn zum 1:2-Siegtreffer für die Hunsrücker über die Linie. „Unser Plan für das Spiel ist aufgegangen, nach den Niederlagen gegen Trier und Koblenz wollte ich vorsichtig angehen. Nach einer Stunde haben wir den Druck dann erhöht und vielleicht etwas glücklich, aber auch verdient gewonnen“, so Torsten Schmidt. Am nächsten Wochenende spielt der FC Karbach zu Hause gegen Aufsteiger VfB Dillingen (22. September, 15.30 Uhr), zum selben Zeitpunkt muss der TSV Emmelshausen beim Regionalliga-Absteiger Schott Mainz antreten.