Andreas Bender

Bopparder Stolpersteine gereinigt

Seit 2018 reinigt der SPD-Stadtverband jährlich die 25 in Boppard verlegten Stolpersteine.
Bilder

Boppard. Zum Gedenken an den Tag der Befreiung sowie der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht 1945 erinnerte der SPD-Stadtverband Boppard am 8. Mai an verfolgte, deportierte und/oder ermordete Mitbürger Boppards.

 

Die Stolpersteine sind in der gesamten Kernstadt verteilt und damit Bestandteil des größten dezentralen Mahnmals der Welt. Über 75 000 Stolpersteine mit gravierten Messingtafeln hat der Berliner Künstler Gunter Demnig bereits erfolgreich verlegt. Seit 2017 gibt es in Boppard 16 Stolpersteine, neun weitere kamen im Folgejahr dazu.

 

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Umut Kurt erklärt hierzu: »Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist. Die Stolpersteine führen uns die bewegten Schicksale vor Augen. Unsere Aktion sorgt dafür, dass die Namen und Geschichten dieser Personen für die Welt sichtbar bleiben. Wir erinnern gegen das Vergessen. Zugleich mahnt der 8. Mai an unsere Verantwortung, gegen jede Form von Hass, Gewalt, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einzustehen. Boppard ist und bleibt weltoffen.«