Amphibien wandern wieder!

Hunsrück/Nahe. Die Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises bittet auch in diesem Jahr um Rücksichtnahme auf die jetzt, durch steigende Temperaturen und feuchte Witterung, massiv einsetzenden Amphibienwanderungen. Die Tiere suchen zur Fortpflanzung ihre traditionellen Laichgewässer auf.

Auf dem Weg dorthin müssen die Kröten und Molche häufig Straßen und Wege überqueren. An einigen Straßen im Kreisgebiet sind daher Leiteinrichtungen und Warnschilder zum Schutz der Tiere angebracht. Auch sammeln ehrenamtliche Helfer Tiere ein und tragen sie über die Straße. Pro Saison können so an einer Straße durchaus etwa 5 000 Amphibien gerettet werden.

Trotz aller Schutzmaßnahmen werden aber jedes Jahr viele Amphibien durch Fahrzeuge getötet. An allen Querungsstellen Zäune aufzustellen und Umsetzaktionen durchzuführen ist leider nicht möglich. Angesichts der akuten Bestandsgefährdung der heimischen Amphibienarten bittet die Kreisverwaltung alle Autofahrer, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, durch eine angemessene Fahrweise auf die wandernden Tiere Rücksicht zu nehmen. Ebenso sollte verstärkt auf die ehrenamtlichen Helfer, die in den Morgenstunden bei Ihren Umsetzaktionen häufiger die Straße überqueren müssen, geachtet werden.

Krötenwanderungen können im gesamten Kreisgebiet auftreten. In erhöhtem Maße auf folgenden Straßenabschnitten:

K19, K 18 – B 50: Simmern – Nannhausen – Nickweiler

K 46: zwischen Kleinweidelbach und der B50 im Bereich des Ellerner Weihers

L108: Tiefenbach – Kreershäuschen

L203: Ortsdurchfahrt Buch im Bereich Dorfweiher

L 212 und dem Abzweig der K 118: zwischen Weiler und Bad Salzig in Höhe der LVA Mittelrheinklinik

L 214: zwischen Leiningen und Sauerbrunnen

L220: Bereich Tongrube bei Pleizenhausen

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.