Auch an andere denken: Caritas stellt Wunschbäume auf

Hunsrück/Nahe. "Wer das Glück hat, den Advent mit etwas Ruhe gestalten zu können, genießt eine schöne Zeit", blickt Caritas-Mitarbeiterin Angelika Hillingshäuser auf die Vorweihnachtszeit. "Während die Feiertage näher rücken, schaffen vertraute Rituale und das Beisammensein mit lieben Menschen zunehmend festliche Stimmung." Vielen tue das gut ? vielleicht werde ihnen deshalb bewusst, dass ungetrübte (Vor-)Freude keineswegs selbstverständlich ist, glaubt sie.

"In diesem Sinne setzen Wunschbäume, wie unser Caritasverband und örtliche Partner sie jetzt wieder vielerorts aufstellen, ein Zeichen", so Hillingshäuser weiter. Die Bäume, die um Solidarität werben, sind vielen Spendern lange vertraut. Sie stehen ab dem Ersten Advent in

- Boppard, Kirche St. Severus

- Büchenbeuren, evangelische Kirche

- Emmelshausen, St. Hildegard und allen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück

- Kastellaun, Kreuzauffindung und allen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Kastellaun; ein "Ableger" bei "Caritas ? der Laden" (Bopparder Straße 39)

- Oberwesel, Liebfrauenkirche

- Rheinböllen, Kreissparkasse (ab Montag, 3. Dezember)

- Sohren, Kirche St. Michael

- Simmern, katholische Kirche St. Joseph und evangelische Stephanskirche

Der Baumschmuck nennt Wünsche von Menschen in Not. Erfragt wurden sie in Caritas-Beratungsdiensten, in örtlichen Kindertagesstätten, durch Seelsorger und Gemeinden. "Ab dem ersten Adventswochenende sind die Menschen aus dem Kreisgebiet gebeten, einen persönlichen Wunsch zu erfüllen", erläutert Angelika Hillingshäuser den Spendenaufruf.

Wer einen Wunsch erfüllen möchte, hat bis kurz vor dem Dritten Advent Zeit, das Geschenk zu besorgen und im Büro der jeweiligen Pfarr- oder Kirchengemeinde abzugeben. Indem die Präsente bis Freitag, 13. Dezember, hinterlegt werden, können Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter dafür sorgen, dass jedes Geschenk rechtzeitig zum Fest unter dem Weihnachtsbaum liegt.

Für arme Familien, Kinder und Senioren

"Die Wünsche armer Familien, einsamer Senioren oder kranker Menschen sind ebenso wie die von Kindern im Grunde leicht zu erfüllen", ermuntern die Initiatoren. Und dass sich auch "Gutschein-Wünsche" auf den Sternen finden, sei durchaus nachvollziehbar, erklärt Hillingshäuser: "Etwa Schuhe oder Kleidungsstücke lassen sich für einen unbekannten Menschen nicht so einfach aussuchen ? ein Umtausch fällt bei der Geschenk-Aktion naturgemäß schwer. Kinder oder Jugendliche sparen vielleicht auf eine größere Anschaffung. Oder ein Ehepaar möchte sich gemeinsam etwas Schönes aussuchen. Für die individuellen Beweggründe wünschen wir uns Verständnis", lautet die Bitte der Mitarbeiterin aus dem Fachdienst "Gemeindecaritas".

"Jemand denkt an mich"

Die zahlreichen Kooperationspartner begleiten die Spendenaktion schon seit Jahren. Deshalb sind alle überzeugt, dass auch der Schenkende Freude daran hat: "Wenn die Spenderinnen und Spender dann den Heiligabend in besonderer Atmosphäre erleben, wissen sie: Ein anderer Mensch sieht, dass jemand zu Weihnachten an ihn denkt", lautet das gemeinsame Resümee.

 

 

 

 

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