Der Edelschliff-Riesling 2017 kommt aus . . .

Hunsrück/Nahe. Die Entscheidung ist gefallen: Der „Edelschliff 2017“ kommt aus dem Weingut Gemünden aus Bad Kreuznach an der Nahe. „Cool! Das ist wirklich eine große Überraschung und eine besondere Ehre für uns“, freute sich Winzer Daniel Gemünden über den Erfolg.

Eine mit Weinexperten besetzte Jury kürte gestern den trockenen Riesling der Winzerfamilie aus der Lage Kreuznacher Brückes zum Sieger des Weinwettbewerbs, der von den beiden Vereinen Weinland Nahe und Deutsche Edelsteinstraße zum 19. Mal veranstaltet wurde.

Zuvor hatte die Jury bei der Blindverkostung unter Leitung von Hannah Leubner, Geschäftsführerin von Weinland Nahe, 25 trockene Nahe-Rieslinge des neuen Jahrgangs 2016 in der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach verkostet und bewertet. Den Sieg trug schließlich der ebenso feinfruchtige wie elegante und tiefgründige Riesling aus dem Keller des Weingutes Gemünden davon. „Cool! Das ist wirklich eine große Überraschung und eine besondere Ehre für uns“, freute sich Daniel Gemünden, der das Weingut zusammen mit seinem Vater Andreas Gemünden leitet, über die Auszeichnung. Der 27 Jahre alte Weinbautechniker, der nach der Bekanntgabe des Sieges in kürzester Zeit von nahegelegenen elterlichen Weingut im Brückes 33 in die Landwirtschaftskammer geeilt war, freute sich aus einem speziellen Grund ganz besonders über diesen Sieg: „Es ist nach 2016 erst das zweite Mal, dass wir überhaupt am Edelschliff-Wettbewerb teilgenommen haben.“

Ein eleganter und feinfruchtiger Sieger-Riesling

Die Trauben für den neuen „Edelschliff“ stammen aus der Einzellage Kreuznacher Brückes. „Dort ist die Bodenauflage von Kieselsteinen geprägt, in den tieferen Schichten dominiert Lehm“, erläuterte Gemünden. Die Wärmeabstrahlung des skelettreichen Oberbodens und die Hangausrichtung nach Süden begünstigen ein Mikroklima, das zu hochreifen und aromatische Trauben führt. Die Trauben für den Siegerwein wurden nach einer Vorlese Ende Oktober 2016 sorgsam geerntet und schonend gepresst, wobei ein Teil der Beeren erst nach einer Maischestandzeit in die Presse kam. Vergoren wurde der Most dann in Edelstahltanks in zwei Partien, eine davon mit spontanen Hefen. Bis Ende Januar lagen die Jungweine auf der Vollhefe, anschließend wurden die Partien zu einem Wein zusammengeführt. Ergebnis dieses Ausbauweges ist ein eleganter und feinfruchtiger Riesling mit einem balancierten Süße-Säureverhältnis (6,5 g Restzucker und 7 g / l Säure) und einer tiefgründigen, von würzigen Noten durchzogenen Struktur.

Die Edelschliff-Weinedition, mit der die Vereinen Weinland Nahe und Deutsche Edelsteinstraße für die besonderen Schätze des Nahelandes werden, ist jeweils streng auf 1000 Flaschen limitiert. Für die prunkvolle Ausstattung der Flaschen mit kleinen geschliffenen Edelsteinen in Anhängern mit Karabinerhaken sorgt die Goldschmiede der Asbacher Hütte, ein Betrieb der „Diakonie Werkstätten kreuznacher diakonie“. In der Verkauf kommt der „Edelschliff“ (17,80 Euro die Flasche) erst im Sommer.

www.weinland-nahe.de

Foto: Winzer Daniel Gemünden (M.) freut sich über die Glückwünsche zum Sieg beim Wettbewerb „Edelschliff 2017“.

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.