Empörung über Aus der DAK-Filiale in Kirn

Hunsrück/Nahe. Ärger mit der DAK hat Staatssekretär a.D. Udo Reichenbacher. Er ist empört, dass das Servicezentrum der Krankenkasse in Kirn Ende des Monats schließt.

Schriftlich hat Reichenbacher dem Leiter des Bad Kreuznacher Servicezentrums, Jens Bäcker, Ausdruck über seinen Unmut verliehen. »Ich bin empört, wie Sie mit Ihren Kunden im ländlichen Raum umgehen. Wenn alle Dienstleistungsunternehmen ihre Serviceangebote in den Mittel- und Unterzentren unseres Landes, aus welchen Gründen auch immer, abbauen, können wir im ländlichen Raum bald einpacken und die Schotten dichtmachen«, echauffiert sich der ehemalige Staatssekretär.

48 Jahre Beitragszahler

Seit über 48  Jahren sei er Beitragszahler bei der DAK und erwäge nun auf Grund »dieses nicht akzeptablen Vorgangs« seine Mitgliedschaft zu kündigen. »Ich gehe davon aus, dass sich noch mehr Mitglieder unserer Region diesen Überlegungen anschließen«, so Reichenbacher weiter. Jens Bäcker von der Krankenkasse erklärt: »Die Bedürfnisse der Kunden haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die persönlichen Besuch im Servicezentrum waren rückläufig, die Kontakte über Internet und Telefon haben merklich zugenommen. Wir überprüfen daher unser Geschäftsstellennetz regelmäßig«. Zum 31. Juli wird die DAK-Niederlassung in Kirn geschloseen.

"Aus organisatorischen Gründen notwendig"

Dies sei aus organisatorischen Gründen notwendig, gibt sich die Krankenkasse schwammig und verweist auf die Adressen von 700 Servicezentren. Kunden sollen sich nun via Chat beraten lassen.Immer mehr Unternehmen schließen zurzeit ihre Filialen im Kreis. So zieht sich beispielsweise auch die Sparkasse und Volksbank aus Monzingen zurück. Die Sparkasse in Odernheim will ebenfalls in Kürze ihre Pforten schließen. Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie uns einen Leserbrief an red-idaroberstein@sw-verlag.de

Foto: Klaus Desinger

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.