Kühe sind lila, Erbsen kommen aus der Dose

Hunsrück/Nahe. Kühe sind lila, Erbsen werden in Dosen gezüchtet und Kohlrabi war ein deutscher Kanzler? Schluss mit dem Unwissen über Nahrungsmittel und der damit einhergehenden ungesunden Ernährung von Kindern. Dieses Ziel hat sich die gemeinnützige Stiftung "Besser essen. Besser leben." gesetzt und gemeinsam mit Landfrauen vor Ort umgesetzt.

 

Kindergärten und -tagesstätten in ganz Deutschland erhielten ein eigenes Treibhaus, Erde und Samen, kindgerechte Gartengeräte, einen Materialordner, Pflanz- und Erntekalender und vieles mehr, was die Kids brauchten, um selbst anzupflanzen. Und natürlich auch zu ernten. Das alles war für die jeweilige Einrichtung kostenfrei.  Wie alles funktioniert, zeigte eine speziell geschulte LandFrau vor Ort: Gabriele Köster. Sie betreute fünf Kitas ? die Springmäuse Alterkülz, den Gemeindekindergarten Kappel, die städtische Kindertagesstätte Kirn, die Kita Kunterbunt in Simmern und die Schatzinsel in Sohren.

 

Die Mühen haben sich gelohnt

"Jede Kita konnte das Projekt 'GartenKinder' nach eigenem Ermessen durchführen unter dem Motto 'Besser klein beginnen und die Idee wachsen lassen'. Es war jedoch beeindruckend zu sehen, wie jeder Kindergarten letztendlich viel mehr umgesetzt hat, als anfangs geplant", schildert Gabriele Köster.

"Sehr motivierend und hilfreich waren die hervorragenden Unterlagen und Utensilien, mit denen die Kitas ausgestattet wurden. In zwei Kitas wurden aus Pflanztöpfen, die auf der Fensterbank stehen sollten, Hochbeete für das Außengelände. Obwohl dieses Frühjahr nicht so wachstumsfördernd war, konnten die Kinder beobachten, dass sich die Mühe des Säens, das Hegen und Pflegen gelohnt haben.

Ein Tipi aus Bohnen

Bohnen wurden so ins Freie gepflanzt, dass daraus ein Tipi-Indianerzelt entstand. Die Kinder staunten, welche Kraft sich in den Bohnenkernen entfaltet, die sie in einen Joghurtbecher mit Gipsbrei gelegt hatten. Der Gips bekam Risse und der Becher ist geplatzt. Die Kinder und Erzieherinnen waren gespannt und freuten sich den ganzen Sommer auf die leckeren Gerichte, die sie nach der Ernte aus ihrem selbst gezogenen Gemüse gezaubert haben." 

Aufgrund der positiven Resonanz der teilnehmenden Kindergärten stellt die Stiftung neue Mittel zur Durchführung des Projektes bereit. Weitere Einrichtungen sollen die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen.Interessierte Einrichtungen können sich bei Gabriele Köster, Telefon 0 67 61 / 90 65 93, oder beim LandFrauenverband Rhein-Hunsrück, Telefon 0 65 43 / 94 53, melden.

 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.