Malu Dreyer und Ulrike Höfken im Katastrophengebiet

Hunsrück/Nahe. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Umweltministerin Ulrike Höfken haben sich im Fischbacher und Herrsteiner Katastrophengebiet gestern Abend ein Bild von der aktuellen Lage gemacht und dabei auch den vielen freiwilligen Helfern gedankt.

 

"Wir sind sehr von der Wucht betroffen, mit der das Unwetter Herrstein, das benachbarte Fischbach und auch einige andere Kommunen in Rheinland-Pfalz überrollt hat. Unsere Feuerwehren, Hilfswerke und Rettungskräfte haben ihr Menschenmöglichstes gegeben. Dafür gebührt ihnen größter Dank! Wir fühlen mit all denjenigen, die schwere Unwetterschäden erlitten haben“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Umweltministerin Ulrike Höfken, als sie sich einen Überblick über die Unwetterschäden gemacht haben.

Beide dankten vor Ort allen Einsatzkräften und Ehrenamtlichen, die mit unermüdlichem Einsatz seit vielen Stunden bei der Beseitigung der Schäden und der Versorgung der Anwohner helfen. Die Lage sei unter Kontrolle, doch der Sachschaden erheblich, erklärte die Ministerpräsidentin, nachdem sie sich persönlich ein Bild des Ausmaßes der Schäden gemacht hat.

Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an Hilfe

„Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, den Betroffenen Hilfe zukommen zu lassen. Die Sanierung der Kita und der IGS Herrstein, die ebenfalls  durch  Unwetterschäden beschädigt wurden, werden wir finanziell unterstützen“, versicherte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Bereits morgen werden wir im Rahmen der Sitzung des Ministerrates beraten, wie wir den betroffenen Regionen Hilfe leisten können.“ Umweltministerin Ulrike Höfken stellte fest: „Jetzt steht erst einmal die Schadensbewältigung im Vordergrund. Hier geht es nicht nur um Aufräumarbeiten, sondern auch um Millionenschäden. Darum habe ich mich bei der Versicherungswirtschaft für ein flächendeckendes und bezahlbares Angebot der Elementarschadenversicherung eingesetzt – auch für Risikogebiete.“

"Wir können heute in den Kommunen Vorkehrungen treffen"

„Tage wie heute führen uns vor Augen, dass wir nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels nicht nachlassen dürfen. Es wird immer wichtiger, für solche Ereignisse, soweit es möglich ist, vorzusorgen: Extreme Wetterlagen und Hochwasser sind nicht zu verhindern. Städte und Gemeinden können etwa mit Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger sowie mit finanzieller Förderung des Landes örtliche Hochwasserschutzkonzepte aufstellen“, so Höfken. „Die Wassermassen an sich lassen sich nicht verhindern. Aber wir können in den Kommunen Vorsorge treffen, dass das Wasser in einem solchen Fall weniger Schäden anrichtet.“ Derzeit werden mit Unterstützung des Landes mehr als 300 solcher örtlichen Hochwasserschutzkonzepte erarbeitet oder sind zur Förderung beantragt.

Die Umweltministerin unterstrich, dass die Landesregierung die Kommunen mit verschiedenen Maßnahmen und Instrumenten unterstütze: „An den vielen kleinen Flüssen sind die Kreise, Städten und Gemeinden selbst für den Hochwasserschutz verantwortlich. Doch ist mir wichtig, dass wir die Kommunen nicht allein lassen – denn extreme Wetterlagen und damit einhergehende Hochwasser nehmen darauf keine Rücksicht. Daher beraten wir die Kommunen zum Hochwasserschutz und fördern kommunale Maßnahmen mit Zuschüssen bis zu 90 Prozent“, betonte die Ministerin. 

„Um zum Beispiel schnell und unbürokratisch bei Elementarschäden helfen zu können, wenn Wohnung oder Haus unbewohnbar sind und kurzfristig eine andere Unterbringung finanziert werden muss, hat die Landesregierung im Dezember 2017 die Verwaltungsverordnung Elementarschäden verändert und so Soforthilfe auch im Vorgriff möglich gemacht“, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer abschließend.

Spendenkonto eingerichtet

Die Kreisverwaltung Birkenfeld hat ein Spendenkonto eingerichtet. Um Spenden zur Unterstützung für die Betroffenen wird gebeten auf das folgende Konto bei der Kreissparkasse Birkenfeld unter dem Stichwort "Hochwasser":

IBAN: DE 63 5625 0030 0000 2050 95

BIC: BILADE55XXX

 

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