Musikinstrumente aus römischer Zeit

Hunsrück/Nahe. Das Landesmuseum Birkenfeld zeigt vom 30. März bis 31. August eine Sonderausstellung mit dem Titel "Lyra, Tibiae, Cymbala ? Musik und Musikinstrumente in römischer Zeit".

Die Ausstellung bietet, mit Leihgaben des Römisch-Germanischen Museums Köln, einen Streifzug durch die musikalische Welt der römischen Zeit. Gleichzeitig wird der Bogen zur Moderne geschlagen. Der Vergleich mit heutigen Musikinstrumenten zeigt, dass das alte Rom gar nicht so weit entfernt ist.

Musik von der Wiege bis ins Grab

Musik begleitete den Römer das ganze Leben lang, von der Wiege bis zum Grab. Kinder wurden von der Mutter mit Liedern beruhigt und in den Schlaf gesungen. In der Erziehung spielte die Musik und das Erlernen eines Instruments eine große Rolle. Bei der Ausbildung zum Redner gehörte dies dazu. Für Töchter aus besseren Familien galt das Musizieren als angemessene Beschäftigung in Mußestunden. Eine große Rolle spielte die musikalische Untermalung bei verschiedensten Kulthandlungen. Eine Prozession wurde meist von Tibia und Lyra begleitet. Ein Opfer war nur gültig, wenn sich die Akteure beim Gebet nicht versprachen und durch nichts ablenken ließen. Deshalb wurden Musiker engagiert, meist Flötenspieler, die die Zeremonie mit einer Melodie begleiteten.

Götter erfanden Instrumente

So mancher Gott galt als Erfinder eines Musikinstrumentes. Der Hirtengott Pan erfand die Panflöte, die Göttin Athena das Rohrblasinstrument Aulos, der Götterbote Hermes die Lyra. In römischer Zeit wurden Instrumente aus Holz, Knochen, Tierhaut und Metall gefertigt. Deshalb gibt es kaum Originale aus der Römerzeit. Die Ausstellung zeigt einige Originale und Rekonstruktionen. Die vielseitige Verwendung römischer Musikinstrumente wird durch Abbildungen auf Statuen, Reliefbildern und Alltagsgegenständen gezeigt.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 10 ? 12.30 Uhr und 13.30 ? 17 Uhr, Freitag 10 ? 12.30 Uhr und 13.30 ? 15 Uhr, Sonntag 14 ? 17 Uhr, Feiertage geschlossen.

Gruppen/Schulklassen nach Absprache.

Telefon: 06782/9834574, E-Mail  info@landesmusem-birkenfeld.de

www.landesmuseum-birkenfeld.de

Bibliothek und Archiv jeden Dienstag von 15 ? 17 Uhr geöffnet.

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