Neues Jahr, neue Regeln: Was 2013 wichtig wird

Hunsrück/Nahe. Den Rutsch ins neue Jahr möchten die Bürger in der Region möglichst ohne eine böse Überraschung erleben. Daher hat der WochenSpiegel alle wichtigen Neuer- und Änderungen für das Jahr 2013 aufgelistet: Was sich ändert, beachtet werden muss und wo es mehr und wo weniger Geld im neuen Jahr gibt, lesen Sie in unserer Übersicht.

Neue Regeln für Schornsteinfeger: Am 1. Januar 2013 tritt das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz in Kraft. Unterschieden wird künftig zwischen hoheitlichen und nicht hoheitlichen Arbeiten. Zu letzteren zählen die Schornsteinkehrung, die Abgaswegeüberprüfung und die Immissionsschutzmessung. »Mit diesen Tätigkeiten dürfen Eigentümer künftig ab sofort jeden berechtigten Handwerker ihrer Wahl beauftragen«, erläutert Schornsteinfegermeister und Kreisobmann Thomas Neis. Da es keine einheitlichen Tarife mehr gibt, sondern jeder Betrieb selbst die Preise festlegt, lohnt sich der Vergleich. Bei den hoheitlichen Tätigkeiten bleibt alles beim Alten ? diese dürfen weiterhin nur vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger durchgeführt werden, so der Experte. »Hausbesitzer bekommen jedoch mehr Verantwortung: Künftig müssen sich Eigentümer selbst darum kümmern, dass ihre Heizungsanlage regelmäßig kontrolliert wird.« Dafür benötigen sie zunächst einen Feuerstättenbescheid, den der zuständige Bezirksschornsteinfeger ihnen ausstellen muss. Darin ist aufgelistet, welche Aufgaben in welchem Zeitraum für die Befeuerungsanlagen zu erledigen sind. Dieser Bescheid stellt dann die Arbeitsgrundlage für den gewünschten Handwerker dar. »Wird nun jedoch nicht der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger mit den Arbeiten vertraut, muss der Hausbesitzer selber Nachweis führen und die Unterlagen dann dem Bezirksschornsteinfeger zu senden. Es kommt so also zusätzliche Verwaltungsarbeit auf ihn zu.«www.iwo.de

 

GEZ-Gebühr muss nun pro Wohnung gezahlt werden:Mit dem Jahreswechsel werden die Rundfunkgebühren für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme und deren Internet-Angebote geändert: Statt wie bisher pro Empfangsgerät, wird ab sofort pauschal pro Wohnung eine Zahlung fällig. Auf jeden Wohnungseigentümer kommen so im Monat ab sofort 17,98 Euro zu - egal, ob dort überhaupt ein Rundfunkgerät steht. »Für 90 Prozent der Haushalte ändert sich jedoch nichts - sie haben bisher denselben Beitrag gezahlt. Vorteile hat, wer zusammenlebt, dann wird pro Wohnung nur ein Beitrag gezahlt«, so das Projektbüro Kommunikation des SWR. www.rundfunkbeitrag.de

 

Linienverkehr mit dem Fernbus: Zum Jahreswechsel können Fernbusse auf wichtigen Routen erstmals mit der Deutschen Bahn konkurrieren: Denn auf allen Strecken, die länger als 50 Kilometer sind, dürfen Busgesellschaften nun auch parallel zu bestehenden Zugverbindungen regelmäßigen Linienverkehr anbieten. Auskünfte zu Fahrplänen in ganz Rheinland-Pfalz gibt es unter www.der-takt.de

 

Das neue Betreuungsgeld: Es war ein viel diskutiertes Thema im vergangenen Jahr - in 2013 greifen die Beschlüsse von CDU/CSU und der FDP: Zum 1. August kommt das Betreuungsgeld. Mütter und Väter, die sich selbst in Vollzeit um ihre unter Dreijährigen kümmern und keine Kindertagesstätte in Anspruch nehmen, erhalten dann monatlich zunächst 100 Euro pro Kind. Der Betrag soll später nach den Beschlüssen der Koalition auf 150 Euro pro Kind ansteigen. »Nach jetzigem Kenntnisstand wird die Elterngeldstelle der Kreisverwaltung für die Aufgabe zuständig sein. Die Leistung kann dort schriftlich beantragt werden«, so Doris Becker von der Kreisverwaltung. <a href="http://www.kreis-sim.de">www.kreis-sim.de

 

 

Mehr Sozialhilfe: Wer Arbeitslosengeld II (ALG II) bezieht, erhält 2013 mehr. Alleinstehende Erwachsene erhalten ein Plus von acht Euro monatlich, so dass sie auf 382 Euro Grundsicherung kommen. Bei Kindern und Jugendlichen erhöhen sich die Sätze je nach Alter um drei bis fünf Euro monatlich.

 

Anspruch auf Kita-Platz:Eltern mit Kindern zwischen einem und drei Jahren haben ab dem 1. August einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz oder eine Betreuung durch eine Tagesmutter. Wer in seiner Kommune vergebens nach einem Betreuungsplatz für sein Kleinkind sucht, kann auf Schadenersatz klagen. <a href="http://www.kreis-sim.de">www.kreis-sim.de

 

Mehr Geld für Minijobber: Ab dem 1. Januar 2013 dürfen Minijobber monatlich mehr verdienen. Statt wie bisher 400 Euro dürfen nun 450 Euro erwirtschaftet werden. Aber: Mit dem Jahreswechsel müssen nun auch geringfügig Beschäftigte Beiträge in die Rentenversicherung zahlen. So muss ein Minijobber den Beitrag des Arbeitgebers zur Rentenversicherung aus eigenen Mitteln aufstocken. Beispiel: Wer 450 Euro verdient, muss bis zu 17,55 Euro für die Rentenversicherung abführen.

 

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