Oberhausen freut sich auf Flüchtlinge

Hunsrück/Nahe. 20 Helfer richten Unterkünfte im Pfarrhaus ein / »Pegida lebt von der Angst des Unbekannten« / Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Kirn-Land richten gemeinsam mit Bürgern in Oberhausen Aufenthaltsräume und Zimmer im neuen Flüchtlingsheim her.

Rund 20 Helfer, darunter viele ehrenamtliche, sind im Einsatz und helfen im Pfarrhaus mit, in das demnächst sechs Flüchtlinge einziehen werden. »Wenn alles weiter so gut läuft, werden wir bald alles eingerichtet haben«, so VG-Sachbearbeiter Sven Schäfer. »Die Grundstruktur steht«, betonten die fleißigen Helfer und loben gleichzeitig die Ausstattung des Hauses. Hier  gebe es eine räumliche Infrastruktur, die sich bundesweit  mit anderen Asylunterkünften messen lassen könne.

"Es sind Menschen, die nicht mehr nach Hause können"

Bett, Stuhl, Tisch und Schrank in einem Zimmer, zwei der sechs Räume haben die Helfer schon eingerichtet. Bernd Greber und Sebastian Kilian schleppten die Möbel ins Gebäude, verteilten sie auf die Zimmer und bauten sie dann nach und nach auf. Die Frauentruppe um Helga Übel und Anne Setz reinigte und spülte die gespendeten Haushaltsartikel. Außerdem nähten die fleißigen Damen die Gardinen für das Wohnobjekt. Angesprochen auf die Kritik an der Flüchtlingspolitik, die sich jüngst auf den Pegida-Demonstrationen  artikuliert, verziehen die Nachbarn des Pfarrhauses das Gesicht. »Pegida lebt von der Angst vor dem Unbekannten. Sobald die Leute wissen, mit wem sie es zu tun haben, kapieren sie, dass das nur Menschen sind, die nicht mehr nach Hause können.« Vorurteile würden überwunden, wenn Flüchtlinge und Alteingesessene sich kennenlernten. Foto: Schmitt

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