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Prozessauftakt: Unfall oder fahrlässige Tötung?

Hunsrück/Nahe. Bedauerlicher Unfall oder fahrlässige Tötung? Unter großem öffentlichem Interesse hat heute vor dem Bad Kreuznacher Amtsgericht der Prozess gegen einen 61-jährigen Jäger aus Bingen begonnen.

Im November des vergangenen Jahres war eine 86-jährige Frau aus Dalberg auf ihrem Grundstück von einer Kugel in den Rücken getroffen worden. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Sie starb an den Folgen der Schussverletzung (der WochenSpiegel berichtete).

Für den tödlichen Schuss muss sich nun der 61-jährige Jäger aus Bingen vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung. Er soll die Anweisungen seines Jagdleiters missachtet und den verhängnisvollen Schuss hangabwärts und durch ein blickdichtes Gebüsch abgegeben haben.

Der Angeklagte äußerte sich am ersten Verhandlungstag nur zur Person. Angaben zur Sache wird er erst bei einem Ortstermin am kommenden Mittwoch machen. Den Ortstermin hatte sein Verteidiger Dr. Ulrich Endres beantragt. Die Begutachtung der Lage vor Ort werde zeigen, dass sich sein Mandant sehr wohl an die Anweisungen seines Jagdleiters und an das Jagdrecht gehalten habe, betonte Endres.

Der Prozess wird am kommenden Mittwoch mit einem Ortstermin in Dalberg fortgesetzt.

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Kommentar von Gerd Breckner
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