Spurensuche nach dem Gartenschläfer am Mittelrhein

Hunsrück/Nahe. In diesem Jahr etwas verspätet startet die zweite Saison des Projektes »Spurensuche Gartenschläfer« des BUND, und inzwischen sind die kleinen Nagetiere aktiv unterwegs. Die Bestände des nur in Europa vorkommenden Gartenschläfers (Eliomys quercinus) sind in vielen Gegenden stark gesunken oder gar verschwunden.

Daher trägt Deutschland eine besondere Verantwortung für seinen Schutz. Rheinland-Pfalz scheint eines der letzten Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland zu sein. Verlässliche Daten oder systematische Untersuchungen über Vorkommen und Lebensweise fehlen jedoch. Hier setzt das bundesweite Projekt das der BUND in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft durchführt an. Dabei werden alle denkbaren Einflüsse auf die Bestände untersucht. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt.

Wahrscheinlich kommt der Gartenschläfer auch im Mittelrheintal vor. Aber von hier erreichten das Projekt bisher nur wenige Hinweise. »Über Meldungen und Erfahrungsberichte zwischen Boppard und Bingen würden wir uns sehr freuen,« erläutern Julia Dreyer und Maren Goschke vom Projekt »Spurensuche Gartenschläfer«. Auch Informationen von den Hunsrückhöhen wären spannend. 

Wird ein toter Gartenschläfer gefunden, ist dieser für die Forschung wertvoll. Daher bittet der BUND auch in einem solchen Fall auch um Meldung. Über die Meldeplattform können Sichtungen oder Totfunde eingetragen werden: www.gartenschlaefer.de

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