Verschwundene Seniorin im Rollstuhl nach Suchaktion gefunden

Hunsrück/Nahe. Alles andere als still und leise lief sie ab, viele Bewohner von Hennweiler und Umgebung haben in der Nacht auf Donnerstag mitbekommen, dass Feuerwehr und Polizei eine große Personensuche in der Gemarkung von Hennweiler gestartet hatten. Eine Seniorin aus Hennweiler war mit ihrem Elektrorollstuhl am späten Nachmittag zu einer Ausfahrt aufgebrochen, von der die ältere Dame nicht zurück kehrte.

Erste Suchaktionen ihres Sohnes, der auch Mitglied bei der örtlichen Feuerwehr ist, verliefen erfolglos. Rund 90 Einsatzkräfte kamen am Mittwoch ab 23 Uhr am Feuerwehrhaus Hennweiler in der Kellenbacherstraße zusammen. Feuerwehr, Polizei und mehrere Rettungshundestaffel - viele Beteiligte, viel Einsatz, allerdings wenig Action.

 

Koordiniert wurde der Einsatz vom zentral liegenden Feuerwehrhaus aus. Mehrere Suchtrupps wurden mit Fahrzeugen in ihre Suchabschnitte gebracht, von wo es zu Fuß weiterging. Die Polizei war mit zwei Hundeführern und zwei Hunden aus Mainz-Heidesheim angereist, die Feuerwehrhundestaffel aus Bad Sobernheim, die DRK- und ASB- Hundestaffeln aus Idar-Oberstein und ein Spezial Suchhund aus Baumholder, fanden sich nach und nach in Hennweiler ein.

Hubschrauber Sperber suchte auch

Die Polizei hatte ziemlich schnell ein Polizeihubschrauber des Typs EC 135, Rufname "Sperber", aus Koblenz alarmiert. Mit ihnen können große Geländeflächen schnell nach Personen, Gegenständen oder Fahrzeugen abgesucht werden. Dieses tat der Hubschrauber bei Ankunft dann auch, erst über Schloss Dhaun, der Cross-Strecke und später Richtung Bruschied. Durch den tieffliegenden Hubschraubersucheinsatz wurden zahlreiche Bürger aus dem Schlaf geholt. Es folgten weiter Alarmierungen von den Ortschaften Hahnenbach, Oberhausen, Schneppenbach und Kellenbach.  Wehrleiter der VG Kirn-Land Norman Barth berichtete: "Das Dorf Hennweiler suchten wir mit Fußtrupps ab, die Randbereiche der Hennweilerer Gemarkung wurden intensiv und erfolgreich mit dem Hubschrauber abgesucht."

Bürger aus dem Schlaf gerissen

Die Hundeführer der Rettungshundestaffel, die mit ihren Hunden sonst in ganz Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen, bereiteten sich auf die Suche vor. Als der Polizeihubschrauber um kurz nach Mitternacht die Meldung absetzte: "Person in Richtung Bruschied auf Rollstuhl sitzend gefunden", wurde umgehend der Kirner Notarzt und Rettungswagen alarmiert, unter Federführung ihres Wehrführers Eckhard Götz eilte die Feuerwehr Hennweiler der Rentnerin zur Hilfe, die seit mehreren Stunden auf dem fest gefahrenen Gefährt saß. Werner Hofmann, Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) des Kreis Bad Kreuznach, lobte das Zusammenspiel der vielen verschiedenen Hilfsorganisationen, unterstützte die Kräfte bei der Sucheinteilung und rühmte das Führungsduo Eckhard Götz und Norman Barth für die erfolgreiche Suche. Ebenfalls wurden die Kräfte durch Verbandsbürgermeister Werner Müller unterstützt. Text/Fotos: Sebastian Schmitt

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