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Wo kommt eigentlich Gemüse her?

Gartenzwerge-Gruppe der Alisa-Stiftung entdeckt die Natur

Hunsrück/Nahe. Seit Anfang April treffen sich wöchentlich die „Gartenzwerge“ in der Alisa Stiftung. Jetzt wurden die Kürbisse geerntet und gemeinsam eine leckere Kürbissuppe zubereitet. „Wir wollen den Kindern ein Gespür dafür vermitteln, wo Gemüse eigentlich herkommt“, erklärt Karin Dluhi, die sich in Kirn um die laufenden Geschäfte kümmert und das Thema Erlebnisgarten mitbetreut.

Ihre Kollegin Sabrina Hermann ergänzt: „Wir wollen zeigen, dass es eben nicht nur tiefgefroren aus dem Kühlschrank kommt und dann gekocht wird.“ Auf gesunde Ernährung und den Wert der Nahrungsmittel lege die Gartenzwergegruppe besonderen Wert. Zwar hätten viele Kinder von ihren Eltern schon ein Bewusstsein für gute Lebensmittel erhalten, bei anderen leiste die Kita und die Alisa Gruppe aber noch Pionierarbeit: „Was die Kinder hier lernen, wird über sie dann in die Familien weitergetragen“, erklärt Dluhi, „auch untereinander achten die Kleinen schon auf gesunde Ernährung.“

Interesse an Natur wecken

"Gemüsegärten wecken das Interesse an der Natur und vermitteln den Kindern wichtige Kenntnisse über die Entstehung von Lebensmitteln, die sie aus ihrem Alltag kennen. Darüber hinaus wird ihre Beobachtungsgabe, Geduld und die Bereitschaft, zu teilen, gefördert", betont Dluhi. "Es ist ganz besonders wichtig, gerade Kindern aus dem städtischen Umfeld wieder Lebensmittel näher zu bringen und einen Bezug zur Produktion herzustellen. Wir brauchen auch in Zukunft verantwortungsvolle Konsumentinnen und Konsumenten, die um den Wert ihrer Nahrung Bescheid wissen. Nur so können wir auch für künftige Generationen eine lebenswerte Umwelt erhalten. Doch die Beschäftigung mit Nahrungsmitteln soll auch unbedingt Spaß machen. Und wer gelernt hat, dass jeder Ernte eine Saat vorausgehen muss, hat insgesamt viel fürs Leben gelernt. Diese Gemüsebeet-Aktion gerade für die Kleinsten haben wir besonders gerne unterstützt", erläutern die zwei Betreuerinnen.

Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren

Die Gruppe hatte bereits im Frühjahr begonnen, da die Erdbeerpflanzen im ersten Jahr nur sehr selten Früchte tragen, fuhr die Gruppe kurzer Hand in das Erdbeerland zum ernten. Himbeere- und Brombeere-Sträucher warfen dank guter Bewässerung und regelmäßiger Pflege gute Erträge ab. Wichtig ist der Gruppe das alles selbst geerntet wird und gemeinsam zubereitet wird. So wurden Kräuter-Quarks, Beerencremes, Erdbeershakes, Apfelmus und nun die Kürbissuppe zubereitet.

Anmeldung für 2019 möglich

Anmeldungen für die Gartenzwerge 2019, sind bereits möglich. Am Freitag, 9. November, findet der Tag des Kinderturnens statt, alle Kinder können das Kinderturnabzeichen erhalten, eingeladen sind vor allem die Kindergärten. Am Sonntag, 25. November findet für alle interessierten Eltern und Kinder ein Tag der offenen Tür statt. Ein Kooperationsprojekt von der Kirner Stadtmission und der Alisa Stiftung sind die seit Jahren beliebten Legotage. Vom 4.bis 7. Oktober setzen zwei Gruppen mit maximal 20 Kindern aus tausenden Legosteinen erneut eine komplette Stadt zusammen, auch zu diesem Event sind noch Plätze frei.   

Karin Dluhi: „Die Eltern sollen sich nicht von der imposanten Villa abschrecken lassen, Sie sollen einfach mal kommen und rein schauen“. Naturerlebnis mitten in der Stadt: Auf dem ehemaligen Minigolfplatz in Kirn ist eine urige Naturlandschaft entstanden. Objekte aus Naturmaterialien, ein Sitzkreis mit Feuerstelle, ein Wasserlauf zwischen großen Steinen, Jurten zur Übernachtung bieten viel Platz für Entfaltung und fordern die Abenteuerlust heraus: „Eintritt auf eigene Gefahr!“ selbstverständlich unter naturpädagogischer Anleitung. Jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr steht der Park allen Kindern offen, nicht nur den Mitgliedskindern.

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