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Ab heute streiken die Busfahrer in der Region

Bad Kreuznach Stadt. Ab heute stehen auch in Bad Kreuznach Busse still: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu landesweiten Streikmaßnahmen im privaten Omnibusgewerbe aufgerufen. Auch die Stadtbus Bad Kreuznach GmbH ist davon betroffen.

Wie die Gewerkschaft mitteilt, soll der Busverkehr ab dem heutigen Montag insgesamt sieben Tage lang, bis Schichtende am kommenden Sonntag, 13. Juni, bestreikt werden. Betroffen sind sämtliche Betriebe und Standorte der DB Regio Bus Mitte GmbH, der DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, der Westerwaldbus GmbH, der Stadtbus Bad Kreuznach GmbH, der MB Moselbahn mbH, der Tempus Mobil GmbH, der eurobus Verkehrsservice GmbH Rheinland-Pfalz, der VRW, der MVB, der Zickenheiner GmbH, Westrich Reisen und Stadtbus Zweibrücken GmbH. Zu Solidaritätsstreiks werden die Verkehrsgesellschaften Zweibrücken und Bad Kreuznach aufgerufen.

Nach Sondierungsgesprächen zwischen ver.di und dem VAV Verband habe es zeitweilig eine befriedende Lösung gegeben, so die Gewerkschaft. Die Pressemittelung zur Absage des Streiks sei bereits gedruckt gewesen. In letzter Minute habe der VAV Verband das Sondierungsergebnis allerdings revidiert. "Statt des Einigungspapiers erreichte uns eine ‚gänzliche Absage‘ der Zugeständnisse des Verbandes. Dieses unredliche Verhalten ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, sondern vielmehr eine schamlose Verantwortungslosigkeit gegenüber den Schülern und Fahrgästen, die dem Verband offensichtlich vollkommen egal sind", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider.

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Kommentar von Svetlana Kiefer
Ich betreue eine Person, die außerhalb Bad Kreuznach wohnt. Ich kann euch verstehen ,aber haben sie mal gedacht, es könnten auch eure Eltern seien. Und sie bleiben ohne Unterstützung. So geht auch meinem Bedürftigen Mensch. In Stich gelassen.
Unverschämtheit........
Kommentar von Swetlana Reichert
JEDER! möchte doch mehr Geld erhalten, allerdings muss unter den Streiks immer der normale Bürger leiden.... Statt einer dreiminütigen Busfahrt muss ich nun vor der Arbeit einen 45minütigen Fußweg auf mich nehmen, um die Kinder zur Kita zu bringen. Plus dann noch Mal 20 Minuten in eine Richtung zur Arbeit runter.
Ich habe mir Mitte Mai extra eine nicht ganz so günstige Monatskarte gekauft - und in dieser Zeit haben 3 × Streiks statt gefunden.
Wer erstattet MIR sowas? Plus den Aufwand, den ich betreiben musste, da die Busse nicht wie gewohnt bzw gar nicht gefahren sind an einigen Tagen!!! Es reicht langsam!!!
Kommentar von Andreas M.
Ich kann mich der Vorrednerin nur anschließen! Letztlich trifft es bei diesem Streik IMMER die Falschen, nämlich die Fahrgäste. Bei allem Respekt vor Gewerkschaften, aber jetzt die Schuld auf den VAV-Verband zu schieben, ist mir zu einfach, dann sollte man fairerweise auch die Gegenseite hören. Letztlich hat Verdi zum Streik aufgerufen (und nicht der VAV Verband) und das ist mindestens genaus verantwortungslos den Fahrgästen gegenüber.
A propos, wie oft passiert es, dass Busse zu spät fahren oder teilweise auch gar nicht kommen, wer trägt denn da die Verantwortung? Das kann man mehrfach in der Woche erleben, wenn man an der Haltestelle Europaplatz steht und auf den Bus wartet, der dann einfach ein paar Minuten später losfährt, obwohl er, sichtbar für jeden Fahrgast, am Europaplatz verweilt? Das ist genauso respektlos dem Fahrgast gegenüber, denn der Fahrgast wartet IMMER! Der Busfahrer wartet allerdings NIE auf den Fahrgast, wenn dieser zu spät kommt!
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