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Förderpreis Kunst und Kultur für Operntenor Stefan Vinke

Bad Kreuznach Stadt. Der international renommierte Operntenor Stefan Vinke aus Hargesheim ist Träger des Förderpreises Kunst- und Kultur der Stadt Bad Kreuznach in der Sparte Musik für das Jahr 2015. „Stefan Vinke ist nicht nur als Wagner-Interpret an vielen großen Opernhäusern in der Welt gefragt. Er setzt sich auch sehr für die Förderung des musikalischen Nachwuchses in seiner Heimat Hargesheim ein“, so Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zur Entscheidung des Kunstbeirates.

Die Preisverleihung mit Preisträgerkonzert ist am Freitag, 30. September, 19 Uhr, in der Römerhalle. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine, als Sopranistin ebenfalls auf großen Opernbühnen unterwegs,  hat Stefan Vinke das Gesang- und Klangstudio „Mozart 19“ in Hargesheim eröffnet. Dort vermitteln sie Kindern den Spaß und Zugang zum klassischen Singen. Konzerte sind geplant. Im September gibt das Ehepaar Vinke ein Benefizkonzert für die Aktion Für-einander in der St. Bernhardskirche  in Hargesheim.

Seine Paraderolle ist der Siegfried

Bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth singt Stefan Vinke im Juli / August den Siegfried in „Siegfried“ und in der „Götterdämmerung“. Seine Paraderolle, den Siegfried, verkörperte Vinke bereits in über 20 verschiedenen Produktionen weltweit. Zukünftige Engagements sind zudem die Ringzyklen in Melbourne, München, Wien, Berlin, und London, Tannhäuser in Venedig sowie Tristan in Turin und Barcelona

Stefan Vinke war nach seinem Kirchenmusik- Pädagogik- und Gesangsstudium an der Musikhochschule Köln zunächst in Karlsruhe und Mönchengladbach engagiert, ehe er von 1999 bis 2005 als „Jugendlicher Heldentenor“ an das „Nationaltheater Mannheim“ ging. Im Jahr 2000 wurde Vinke von der „Opernwelt“ zum „Nachwuchssänger des Jahres“ gewählt. An der Oper Leipzig gestaltete Vinke in den vergangenen Jahren die Rollenportraits von Tristan, Rienzi, Parsifal, Eric, Lohengrin, Bacchus und Don José. Seitdem er hier in 2010 auch als Walther von Stolzing debütierte, gehört Stefan Vinke zu den wenigen Tenören, die das gesamte dramatische Repertoire Richard Wagners singen und pflegen. 

Jugendförderpreis für plus zwei weitere Preise

Für 2015 vergab der Kunstbeirat auch den Jugendförderpreis für die Sparte Musik. Den mit 500 Euro dotierten ersten Preis bekommt die Oboistin Maja Sophie Delzeith. Die Jugendlichen mussten ihr Können im Rahmen eines Vorspiels unter Beweis stellen. Aufgrund der hervorragenden Leistungen entschloss sich die Jury, ausnahmsweise zwei weitere mit jeweils 250 € dotierten Preise neben dem eigentlichen Kunstpreis zu vergeben. Diese gingen an die Pianistin Julia Wöllstein und an die Sängerin Eva Ender. Sophie Delzeit (16) besucht die Alfred-Delp-Schule in Hargesheim und holte sich beim Bundesentschied Jugend musiziert in Kassel den 2. Preis, Julia Wöllstein (8. Klasse, Lina-Hilger-Gymnasium) war beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit dem ersten Preis in ihrer Altersgruppe sehr erfolgreich, ebenso Eva Ender (16), Musikschule Mittlere Nahe,  mit dem ersten Preis beim Regionalwettbewerb  und dem 2. Preis beim Landeswettbewerb.

Foto: Bayreuther Festspiele GmbH - Enrico Nawrath.

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