Dreieinhalb Jahre Haft für "Pulver-Kurt"

Bad Kreuznach. Dreieinhalb Jahre Haft ohne Bewährung für "Pulver-Kurt". Dazu kommen die Kosten des Verfahrens. So lautet das Urteil am Dienstag gegen den Rentner Kurt N..

Das Gericht verurteilte den 64 Jahre alten Rentner zu dreieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung wegen mehrerer Verbrechen gegen das Waffen- und Kriegswaffengesetz, darunter der vorsätzliche Besitz von einer Anti-Personen-Mine, mehrerer Schusswaffen, halbautomatischer Waffen und explosionsgefährlicher Stoffe. Gefasst, aber mit versteinerter Miene nahm Kurt N. das Urteil entgegen.

Als strafschärfend sah der Vorsitzend Richter Bruno Kremer vor allem die große Menge an Sprengstoff an, die nachlässig gelagert war. Dennoch schloss er einen besonders schweren Fall aus, weil keine konkrete Gefahr ausgegangen sei, da "Pulver-Kurt" die Waffen lediglich gesammelt hatte, ohne sie benutzen zu wollen.

Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts Bad Kreuznach hatte für "Pulver-Kurt" eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert, die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Wegen "strafstärkender Aspekte" wich der Richter von dem Mittelwert von drei Jahren ab und legte sich bei dem Urteil auf dreieinhalb Jahre fest.

"Er sieht ein, dass er Unrecht getan hat und will die Konsequenzen tragen", so Verteidiger Ulrich Stange anschließend. Sein Mandant sei gefasst gewesen. Die Chancen einer Revision seien "nicht die Glänzendsten".

Autor: Andea Wagner

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