Feuerwehren eilen zu zahlreichen Flächenbränden

Mit Fotogalerie

Duchroth. Viel zu tun hatten die Feuerwehren der VG Rüdesheim am Donnerstagnachmittag. Ausgerechnet am bislang heißesten Tag des Jahres mussten zahlreiche Wehren innerhalb weniger Stunden zu vier Einsätzen ausrücken. Los ging es um kurz vor 16 Uhr mit einem Alarm für die Einheiten aus Duchroth und Oberhausen. Gemeinsam mit weiteren Wehren aus der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach wurden die Aktiven zu einem gemeldeten Flächenbrand zwischen Hallgarten und Lettweiler alarmiert. Die Suche nach der Einsatzstelle ergab, dass der Flächenbrand nicht wie gemeldet bei Hallgarten wütete, sondern bei Teschenmoschel im Landkreis Donnersberg in rund 15 Kilometer Luftlinie Entfernung. Die Wehren konnten den Einsatz zügig beenden.

Kurz nach der Alarmierung zum gemeldeten Flächenbrand bei Hallgarten wurde ein weiterer Flächen- und Waldbrand in Limbach bei Kirn gemeldet. Hierzu wurden die Tanklöschfahrzeuge aus Bockenau, Rüdesheim und Waldböckelheim sowie im späteren Verlauf die Einheiten Winterbach und Norheim alarmiert und bekämpften bis in den Abend hinein den Großbrand gemeinsam mit zahlreichen weiteren Wehren aus den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld, Mainz-Bingen und dem Rhein-Hunsrück-Kreis.

Nächster Alarm: Duchroth

Gegen viertel nach fünf am Abend folgte der nächste Alarm, dieses Mal zu einem Flächenbrand in der Gemarkung Duchroth. Mit dem Alarmstichwort „B2, brennt abgeerntetes Getreidefeld“ wurden die Wehren aus Durchroth, Oberhausen, Niederhausen, Waldböckelheim und Odernheim sowie die Führungsunterstützung alarmiert. Da sich die drei Großtanklöschfahrzeuge der VG Rüdesheim bereits in Limbach im Einsatz befanden, ließ Einsatzleiter Jörn Trautmann sofort die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Bad Kreuznach und auch die Feuerwehr Norheim alarmieren. Aus Waldböckelheim und Norheim forderte er außerdem die Kameraden Thomas Funck und Christian Butz mit zwei Tankanhängern mit 11.500 und 14.500 Litern Wasser an.

Getreidefeld brannte

Vor Ort stand ein Stoppelacker auf einer Fläche von 500 Quadratmetern aus unklarer Ursache in Flammen. Die ersteintreffenden Einheiten aus Duchroth, Oberhausen und Niederhausen starteten sofort die Brandbekämpfung und konnten das Feuer schnell eindämmen. Die Wehren aus Waldböckelheim und Odernheim unterstützten die Brandbekämpfung mit weiteren Rohren. Das Großtanklöschfahrzeug des Löschbezirks Süd der Feuerwehr Bad Kreuznach versorgte dabei die Odernheimer Wehr mit Wasser, die Wasserfaß-Anhänger brachten den Löschfahrzeugen aus Waldböckelheim und Duchroth das benötigte Nass. Ein Landwirt mit Traktor und Pflug vom nahegelegenen Heddarter Hof unterstützte die Eindämmung des Brandes durch Grubbern rund um die Brandstelle. Nachdem die Flammen gegen 18 Uhr gelöscht waren, wurde die komplette Einsatzstelle nochmals stark gewässert, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Gegen 19 Uhr war der Einsatz beendet.

Schwerer Unfall mit Quad

Auf der Anfahrt zur Einsatzstelle in Duchroth kam das Mannschaftstransportfahrzeug aus Waldböckelheim über einen schweren Unfall hinzu. Ein mit zwei Personen besetztes Quad hatte sich auf der L 235 in der Nähe der Brandstelle bei einem missglückten Überholvorgang überschlagen. Die Feuerwehr Waldböckelheim übernahm die Erstversorgung der schwer verletzten Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Krimineller somalischer Asylbewerber abgeschoben

Cochem. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine Abschiebung war seinerzeit aufgrund fehlender Rückreisedokumente, die durch die somalischen Behörden ausgestellt werden müssen, nicht möglich. Nun hat sich, so die Kreisverwaltung Cochem-Zell, die Chance ergeben, diesen Asylbewerber in sein Heimatland abzuschieben. Dies war nur im Rahmen eines Sonderfluges mit einer Kleinchartermaschine möglich. Das Flugzeug ist heute Morgen in Somalia gelandet und der Betreffende ist auch dort eingereist. Diese Maßnahme wurde von der Bundespolizei geplant und durchgeführt. Alle anderen im Vorfeld erforderlichen Planungen der Rückführung erfolgten in enger Zusammenarbeit insbesondere mit der Zentralstelle für Rückführungsfragen in Trier. Durch eine Einreise in Somalia ist das bisherige Asylverfahren beendet. Damit hat sich auch die Zuweisung des Asylbewerbers zum Landkreis Cochem-Zell erledigt. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute illegale Einreise dieser Person und möglicherweise eine Zuweisung in den Landkreis Cochem-Zell erfolgen, wird der Landkreis diese Zuweisung verweigern. Nach der aktuellen Rechtslage ist die Kreisverwaltung für die Abschiebekosten zuständig. Derzeit befinden wir uns jedoch mit dem Land und dem Bund in Gesprächen, dass hier eine teilweise oder komplette Kostenübernahme erfolgt.  Für die Kreisverwaltung stand allerdings zu jeder Zeit fest, dass der Schutz der Bevölkerung vor Ort oberste Priorität hat und selbstverständlich in der Abwägung wichtiger als die Höhe der Abschiebekosten ist. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine…

weiterlesen